Paris: 3 Frauen bei Messerangriff verletzt
Zusammenfassung
- Ein Mann hat am Montag gegen 11.30 Uhr an der Porte de Clichy in Paris drei Frauen mit zwei Küchenmessern attackiert und zum Teil schwer verletzt.
- Zwei der 19, 24 und 36 Jahre alten Opfer befinden sich in gravierendem Zustand, schweben aber nicht in Lebensgefahr; eine der Frauen war schwanger.
- Der Angreifer wurde von einem zufällig anwesenden Polizisten nach dem Eingreifen von Zeugen festgenommen, die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.
Ein Mann hat in der französischen Hauptstadt Paris drei Frauen mit Messern attackiert und zum Teil schwer verletzt. Zwei der drei Frauen seien in einem gravierenden Zustand, schwebten aber nicht in Lebensgefahr, erklärte Innenminister Laurent Nuñez am Montag. Der Angreifer wurde demnach von einem Polizisten festgenommen, der sich nicht im Dienst befand und zufällig vor Ort war.
Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben am Montag gegen 11.30 Uhr an der Porte de Clichy im Nordwesten von Paris. Die drei Verletzten wurden demnach vor Ort erstversorgt und daraufhin in ein Krankenhaus gebracht. Eine Frau erlitt Verletzungen im Bauchraum, eine andere im Rückenbereich, dem Innenminister zufolge durch „zwei Küchenmesser“. Nuñez zufolge sind die Opfer 19, 24 und 36 Jahre alt. Eine von ihnen war nach Angaben des Stadtteilbürgermeisters Geoffrey Boulard schwanger.
Zeugen hielten Verdächtigen fest
„Plötzlich haben wir einen Mann mit zwei Messern vorbeilaufen sehen, er hat auf drei Menschen eingestochen“, sagte die Augenzeugin Kheira Dellabed der Nachrichtenagentur AFP vor Ort. Sie arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant in der Nähe. „Dann war da ein junger Mann mit einem kleinen Koffer, er hat ihn mit dem Koffer geschlagen und zu Boden gebracht“, sagte die 54-Jährige weiter. Der Kellner eines anderen Restaurants habe ihn anschließend mit einem Stuhl fixiert.
Bei der Festnahme habe der Angreifer daraufhin „Aussagen ohne Zusammenhang“ gemacht, teilte Nuñez weiter mit. Der Innenminister warnte davor, Mutmaßungen über die möglichen Hintergründe der Tat anzustellen. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte AFP mit, sie beobachte den Fall.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Adressen:
- Frauen-Helpline: online unter frauenhelpline.at und telefonisch unter 0800-222-555
- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): online unter aoef.at
- Frauenhaus-Notruf: unter 057722
- Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
- Polizei-Notruf: 133
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Auf der Webseite finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
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