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Nicht mehr zu retten: Brücke in Bonn muss abgerissen werden

Anfang Juni wurde Nordbrücke in Bonn wegen Straßenschäden gesperrt. Sie wird nicht wieder eröffnet, sondern muss neu errichtet werden.
German motorway A 565 closed due to safety reasons in Bonn

Zusammenfassung

  • Die gesperrte Bonner Nordbrücke muss wegen schwerer struktureller Schäden an der linksrheinischen Vorlandbrücke abgerissen werden.
  • Rund 100.000 Fahrzeuge täglich sind von der Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke betroffen, die seit Anfang Juni zu großen Belastungen für Pendler und Wirtschaft führt.
  • Der Abriss soll nach der Vergabe im Juli beginnen, der Ersatzneubau ist noch für dieses Jahr geplant und eine Freigabe wird für Ende 2028 angestrebt.

Die gesperrte Bonner Nordbrücke muss abgerissen werden. Das teilte der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder am Freitag in Bonn mit. Die Autobahnbrücke über den Rhein war Anfang Juni wegen Schäden gesperrt worden. 

"Das Schadensbild an der linksrheinischen Vorlandbrücke hat sich so verschlechtert, dass eine Öffnung der Brücke sowohl für den Lkw- als auch für den Pkw-Verkehr nicht mehr in Frage kommt", so der CDU-Politiker.

100.000 Fahrzeuge am Tag

Rund 100.000 Fahrzeuge nutzen die Brücke pro Tag. Schnieder sagte, Ziel sei es, dass die Autobahn 565 an dieser Stelle so schnell wie möglich wieder befahren werden könne. Das wird aber dauern. Im Juli soll der Zuschlag für den Abriss des Teilstücks vergeben werden. Die Ausschreibung und Vergabe für den Ersatzneubau soll noch dieses Jahr erfolgen. 

Schnieder sagte, es sei mit einer Bauzeit von zwei Jahren zu rechnen. Es gebe berechtigte Hoffnung, dass der Verkehr Ende 2028 wieder fließen könne. Schnieder hatte zuletzt bereits betont, dass der Bund für Brückensanierungen in den nächsten Jahren ausreichend Mittel zur Verfügung hat. Sie hätten eine hohe Priorität.

Die Brücke wurde Anfang Juni komplett für den Verkehr gesperrt, was zu großen Zeitverlusten für Pendler und die Wirtschaft führt. Laut Autobahn GmbH hatten Überprüfungen der Friedrich-Ebert-Brücke strukturelle Schäden an dem Tragwerk gezeigt. Bereits umgesetzte Maßnahmen wie ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen hätten nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern. 

Vollkatastrophe

Für die Region wurde die Sperrung zum großen Problem - der ADAC sprach von einer „Vollkatastrophe“. Viele Autofahrer würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten. Auch die Wirtschaft zeigte sich extrem besorgt. „Die Rheinbrücken sind die Lebensadern unserer Region“, erklärte die IHK Bonn/Rhein-Sieg.

In Bonn ballte sich seit der plötzlichen Sperrung der Verkehr. Die Stadt kündigte verschiedene Sofortmaßnahmen an, um die Situation zu entlasten. Unter anderem führte sie vorübergehend kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr ein, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen.

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