180 Mio. Menschen betroffen: US-Staaten rufen Notstand wegen Wintersturm aus
Zusammenfassung
- Ein schwerer Wintersturm bedroht am Wochenende rund 180 Millionen Menschen in den USA, zahlreiche Bundesstaaten rufen den Notstand aus.
- Flugausfälle, Stromausfälle und extreme Kälte werden erwartet, Behörden raten zur Vorsicht und Vorbereitung auf Versorgungsengpässe.
- Politische Debatte um Klimawandel entflammt erneut, während Regierung und Katastrophenschutz umfangreiche Hilfsmaßnahmen vorbereiten.
Millionen US-Amerikaner stellen sich auf einen der wohl härtesten Winterstürme der vergangenen Jahre in den Vereinigten Staaten ein. Wie der Sender ABC News berichtete, sind mehr als 180 Millionen Menschen in Alarmbereitschaft.
Mindestens 18 Staaten haben demnach den Notstand ausgerufen, darunter New York, Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri. Für das Wochenende seien mehr als 8.000 Flüge gestrichen worden, hieß es.
Notunterkünfte vorbereitet
"Millionen Menschen sind von katastrophalen Eis- und Schneeverhältnissen betroffen“, schrieb der Sender CNN in der Nacht zum Samstag (Ortszeit).
Die US-Medien veröffentlichten Bilder von leer geräumten Supermarktregalen und vorbereiteten Notunterkünften. „Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen“, sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul.
Mit der Ausrufung des Notstands können die US-Bundesstaaten - falls notwendig - deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren. Der Sturm werde sich über eine Entfernung von rund 3.000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst.
Trump sieht Klimawandel als "größten Betrug
US-Präsident Donald Trump nutzte unterdessen die Wettervorhersage für eine erneute Spitze gegen Klimaexperten. "Könnten die Umweltaktivisten bitte erklären - WAS IST EIGENTLICH AUS DER GLOBALEN ERWÄRMUNG GEWORDEN???", schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Klimawandel bedeutet allerdings keineswegs, dass es keine Kälteeinbrüche oder Winterstürme mehr gibt, sondern, dass die Temperaturen im langfristigen Mittel zunehmen. Im Zuge des Klimawandels steigt Experten zufolge zudem die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen. Dazu zählen auch Stürme und heftiger Niederschlag.
Trump zweifelt immer wieder die Existenz des Klimawandels an. Der Republikaner sprach vor Monaten etwa von dem "größten Betrug". Auch in seiner zweiten Amtszeit bleibt er damit bei seiner Meinung, die sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen entgegensteht.
Das Weiße Haus teilte Journalisten unterdessen mit, dass die gesamte Regierung die Wettervorhersagen genau beobachte, um reagieren zu können. Zuvor hatte bereits das Heimatschutzministerium mitgeteilt, dass die Bundesbehörde für Katastrophenschutz mit den US-Staaten zusammenarbeite.
Verteilzentren der Behörde im Süden und Osten des Landes seien mit mehr als sieben Millionen Mahlzeiten, mehr als zwei Millionen Litern Wasser und Hunderttausenden Decken und Hunderten Generatoren ausgestattet.
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