Siedler-Angriff: Palästinensischer Fußballer (17) tot
Ein Betonblock mit der arabischen Aufschrift „No Future“ an einem israelischen Militärkontrollpunkt nahe Birzeit im besetzten Westjordanland. Seit dem 7. Oktober 2023 hat die Gewalt in dem Gebiet deutlich zugenommen.
Ein 17-jähriger Fußballer ist palästinensischen Angaben zufolge nach einem Angriff israelischer Siedler im besetzten Westjordanland seinen Verletzungen erlegen. Der palästinensische Fußballverband warf der israelischen Armee vor, den Junioren-Nationalspieler Fadi Hamdallah al-Naasan angeschossen zu haben, als Siedler am 11. Juli ein Dorf angriffen. Dem 17-Jährigen sei Berichten zufolge während des Angriffs in den Oberschenkel geschossen worden.
Sein Bein sei amputiert worden, doch der Jugendliche sei am Samstag, eine Woche nach dem Angriff, seinen Verletzungen erlegen, erklärte der Verband. Auch die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete über den Vorfall. Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.
Seit dem Großangriff der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und im Zuge des dadurch ausgelösten Gaza-Kriegs hat die Gewalt auch im Westjordanland deutlich zugenommen. Seitdem wurden in dem Palästinensergebiet nach einer AFP-Zählung auf Grundlage von Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 1.088 Palästinenser - Kämpfer und Zivilisten - durch israelische Soldaten oder Siedler getötet. Im selben Zeitraum wurden in dem Gebiet nach israelischen Angaben mindestens 46 Israelis - Soldaten und Zivilisten - getötet.
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