Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Eklat um ZDF-Bericht: Musk schaltet Anwälte ein

Nach einem Bericht über die rassistischen Ausschreitungen in Nordirland und die Rolle von X geht Musk auf das ZDF los.
Elon Musk ballt seine Hände

Zusammenfassung

  • Zwischen Elon Musk und dem ZDF ist ein heftiger Streit über dessen Rolle auf X bei den rassistischen Ausschreitungen in Nordirland entbrannt.
  • Musk weist eine Verbindung zu Gewaltaufrufen gegen Migranten zurück, spricht von Falschdarstellungen und kündigt rechtliche Schritte an.
  • Das ZDF räumte eine missverständliche Formulierung ein, hält aber an seiner grundsätzlichen Berichterstattung zu den Unruhen und Musks Unterstützung von Protestbeiträgen fest.

Welche Rolle spielte Elon Musk mit seiner Plattform X bei den rassistischen Ausschreitungen in Nordirland? Über diese Frage ist ein heftiger Streit zwischen dem Tech-Milliardär und dem ZDF entbrannt. Musk wirft dem Sender Falschdarstellungen vor und kündigt rechtliche Schritte an.

Auslöser ist eine Ausgabe von „ZDF heute live“ zu den jüngsten Unruhen in Nordirland. Darin wurde Musks Unterstützung für Beiträge und Akteure aus dem Umfeld der Proteste thematisiert. Der Unternehmer reagierte empört und sprach auf seiner Plattform X von „ungeheuerlichen Lügen“.

Musk sieht sich zu Unrecht mit Aufrufen zu Gewalt gegen Migranten in Verbindung gebracht. Unterstützung erhielt er unter anderem vom Publizisten Julian Reichelt, der die Darstellung des Senders öffentlich kritisierte. Nach dessen Auffassung habe Musk zwar Beiträge zu den Protesten verbreitet und kommentiert, jedoch nicht zu Übergriffen auf Migranten aufgerufen.

Julian Reichelt als Unterstützer von Musk

Das ZDF räumte inzwischen ein, dass eine Formulierung zu Beginn der Sendung missverständlich gewesen sei. Zugleich betonte der Sender, an der grundsätzlichen Berichterstattung festzuhalten. Die Redaktion ergänzte nachträglich einen Hinweis zur Einordnung der Aussagen.

Die Ausschreitungen in Nordirland waren nach einem Messerangriff in Belfast eskaliert. In mehreren Orten kam es zu Protesten, Angriffen auf Unterkünfte von Migranten und Zusammenstößen mit der Polizei. In sozialen Netzwerken wurde die Debatte über die Ereignisse intensiv geführt – auch auf Musks Plattform X.

Ob der Unternehmer bereits konkrete juristische Schritte eingeleitet hat, blieb zunächst offen.

Kommentare