Mexiko: Geköpfter Journalist aufgefunden

Yellow police tape is seen at the Barranca del Carnicero (Butcher's Ravine) where the remains of one of the 43 missing students from Ayotzinapa were found, at the mountain town of Cocula
In Mexiko reißt die Gewalt gegen Journalisten nicht ab. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als hundert Medienvertreter ermordet.

In Mexiko ist erneut ein Journalist ermordet worden. Der Reporter der Zeitung "El Mundo de Veracruz", Julio Valdivia, wurde am Mittwoch geköpft im östlichen Teilstaat Veracruz gefunden, wie die Polizei mitteilte.

Er hatte über die Gewalt berichtet, die das lateinamerikanische Land seit Jahren erschüttert.

Valdivia ist der fünfte Journalist, der in diesem Jahr nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen in Mexiko getötet wurde. Die Journalistenorganisation forderte eine Untersuchung, ob der Mord an dem 41-Jährigen mit seiner Arbeit zusammenhängt.

Der Journalist hatte zuletzt aus einem Gebiet berichtet, in dem es zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten Banden und der Polizei gekommen war.

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit. Seit dem Jahr 2000 wurden dort nach Angaben der nationalen Menschenrechtskommission mehr als hundert Medienvertreter ermordet.

Die meisten Taten bleiben ungestraft.

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