Mann überlebte Hurrikan während er auf einer Kühlbox im Meer trieb

Die US-Küstenwache rettete den Mann am Donnerstag per Helikopter. Während des Hurrikans "Milton" hatte er sich stundenlang an seine einzige Schwimmhilfe geklammert - eine Kühlbox.
Ein roter Rettungshubschrauber über dem Meer, wo eine Person auf einem Surfbrett treibt.

Ein spektakulärer Rettungseinsatz der US-Küstenwache ging am Donnerstag vor der Küste Floridas erfolgreich zu Ende, als ein Mann rund 50 Kilometer vor Longboat Key auf einer Kühlbox treibend geborgen wurde. Der Mann hatte den verheerenden Hurrikan „Milton“ überlebt, der in der Nacht zuvor mit zerstörerischer Kraft auf die Westküste Floridas getroffen war.

Nach Angaben der Küstenwache befand sich der Mann stundenlang in den aufgewühlten Fluten des Golfs von Mexiko und klammerte sich verzweifelt an eine Kühlbox, die ihm als einzige Schwimmhilfe diente. Ein Hubschrauberteam der Air Station Miami entdeckte den Schiffbrüchigen schließlich und konnte ihn sicher an Bord nehmen.

"Es ist ein Wunder, dass er überlebt hat"

Die Rettung war das Ergebnis eines dramatischen Überlebenskampfes unter nahezu apokalyptischen Bedingungen. Wie Dana Grady, die Leiterin des Einsatzkommandos in St. Petersburg (Florida, USA), erklärte, hatte die Küstenwache am Mittwochabend, kurz vor dem Eintreffen des Hurrikans, noch Kontakt mit dem Mann. Doch dieser brach abrupt ab, als „Milton“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h auf die Küste traf.

„Wir haben ihn um 18:45 Uhr aus den Augen verloren“, sagte Grady. „In den Stunden danach musste er extremen Windgeschwindigkeiten und sieben Meter hohen Wellen trotzen. Es ist ein Wunder, dass er diese extremen Bedingungen überlebt hat."

Grady betonte, dass der Mann sein Leben vor allem einer Schwimmweste, einem Notfallpositionssender und der Kühlbox verdankte. „Diese Gegenstände haben ihm buchstäblich das Leben gerettet“, so Grady. „Ohne sie hätte er kaum eine Chance gehabt, die Nacht auf offener See zu überstehen.“

Hurrikan „Milton“, der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag als Kategorie-3-Sturm über die Golfküste fegte, brachte Sturmfluten, heftige Regenfälle und enorme Windgeschwindigkeiten mit sich. Viele Küstengemeinden waren gezwungen, Notdienste vorübergehend auszusetzen, während der Sturm über das Land hinwegzog.

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Wie der Mann in die missliche Lage geriet ist vorerst noch unklar

Die Küstenwache war am Donnerstagmorgen erneut aktiv, als sich die schlimmsten Auswirkungen des Sturms langsam legten und Rettungseinsätze wieder aufgenommen werden konnten. Der Mann, der gerettet wurde, wurde zur weiteren medizinischen Behandlung ins Tampa General Hospital gebracht. Sein Zustand ist stabil.

Die genauen Umstände, wie der Mann in die dramatische Lage geriet, sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. 

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