Mädchen (10) findet extrem seltene Spezies am Flussufer
Ein Mädchen findet beim Spielen am Fluss einen verletzten Schwanzlurch. (Symbolbild)
Ein ungewöhnlicher Fund sorgt derzeit in Großbritannien für Aufsehen: Die zehnjährige Evie entdeckte beim Spielen in der Nähe eines Flusses in Wales einen seltenen Axolotl – eine Tierart, die eigentlich nur in Mexiko heimisch ist.
Wie die US-Zeitschrift People Magazine unter Berufung auf die BBC berichtet, handelt es sich um die erste bekannte Sichtung eines Axolotls in freier Wildbahn in Großbritannien. Evie war gemeinsam mit ihrer Mutter Melanie Hill am Fluss Ogmore in Bridgend unterwegs, als sie unter einer Brücke eine überraschende Entdeckung machte. "Ich ging ans Ufer und da war dieser Lurch", schilderte das Mädchen laut BBC. "Ich habe ihn gefangen und mitgenommen."
Das Tier habe sich unter einer weggeworfenen Matte versteckt und sei verletzt gewesen. Das Mädchen taufte den Fund "Dippy" und nahm ihn mit nach Hause nach Leicester. Gemeinsam informierten sich Mutter und Tochter stundenlang über die richtige Haltung. Ein größeres Aquarium ist bereits geplant.
Seltene Amphibien aus Mexiko
Axolotl sind eine besondere Art von Salamandern, die ihr gesamtes Leben im Wasser verbringen. Sie können bis zu 45 Zentimeter groß werden und besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie sind in der Lage, verlorene Körperteile wie Gliedmaßen oder sogar Teile des Herzens zu regenerieren.
Ursprünglich stammen sie aus den Seen Xochimilco und Chalco in Mexiko. In freier Wildbahn gelten sie als vom Aussterben bedroht. Schätzungen zufolge existieren weltweit nur noch wenige hundert Exemplare.
Experten: Tier vermutlich ausgesetzt
Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei "Dippy" um ein ausgesetztes Haustier handelt. Chris Newman, Direktor des National Center for Reptile Welfare (NCRW), erklärte gegenüber der BBC, dass ein Besitzer das Tier vermutlich aufgrund veränderter Lebensumstände freigelassen habe.
Mädchen rettet Tier das Leben
Das Aussetzen nicht heimischer Arten sei jedoch illegal und problematisch für das Tierwohl. Umso wichtiger sei Evies Fund gewesen: "Dass sie ihn gefunden hat, hat ihm vermutlich das Leben gerettet", so Newman. Axolotl seien zudem schwer zu fangen – "sie hat das wirklich gut gemacht".
Sind Axolotl giftig?
Nein, Axolotl sind nicht giftig und für Menschen normalerweise ungefährlich.
Was bedeutet das genau?
- Kein Giftbiss, kein Stich: Axolotl besitzen weder Giftzähne noch Stacheln oder Drüsen, mit denen sie aktiv Gift injizieren könnten.
- Harmlos für Menschen: Selbst wenn ein Axolotl einmal „schnappt“, passiert in der Regel nichts – das ist höchstens überraschend, aber nicht gefährlich.
- Keine Hautgifte wie bei manchen Amphibien: Anders als einige Frösche oder Salamander sondern Axolotl keine gefährlichen Toxine über die Haut ab.
Trotzdem Vorsicht im Umgang
Ganz risikofrei ist der Kontakt trotzdem nicht:
- Empfindliche Tiere: Axolotl haben eine sehr empfindliche Haut – man sollte sie möglichst nicht anfassen.
- Bakterien (z. B. Salmonellen): Wie viele Amphibien können sie Keime tragen. Daher: Hände nach Kontakt waschen.
- Stress für das Tier: Zu viel Handling kann ihnen schaden.
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