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Kroatien verschärft Regeln für Ferienunterkünfte

Die kroatische Regierung möchte illegalen Ferienunterkünften ein Ende setzen und plant deshalb neue Maßnahmen.
People walk in the old town of Zadar

Zusammenfassung

  • Kroatien verschärft ab 2027 die Regeln für Ferienunterkünfte und verlangt eine offizielle Registrierungsnummer für Inserate auf Buchungsplattformen.
  • Das Gesetz zielt auf die Eindämmung von Massentourismus und illegalen Vermietungen, insbesondere bei nicht-kommerziellen Unterkünften.
  • Auch Hotels und Campingplätze müssen künftig alle fünf Jahre ihre Standards überprüfen lassen; bei Verstößen gegen die Registrierungsnummer drohen Geldstrafen.

Den Kampf gegen Ferienwohnungen hat die spanische Stadt Barcelona bereits vor zwei Jahren angekündigt. Um sowohl die Wohnungsnot als auch den Massentourismus der Metropole unter Kontrolle zu bringen, plant die Regierung, bis Ende 2028 die Vermietung von Ferienwohnungen abzuschaffen. Ab 2029 soll es dort keine Ferienwohnungen mehr geben. 

Ähnliche Strategien scheinen nun auch von der Regierung in Kroatien verfolgt zu werden, um Massentourismus und illegale Vermietungen einzudämmen. 

Neues Gesetz ab 2027

Künftig sollen private Ferienwohnungen, die unter anderem auf Buchungsportalen wie Booking.com oder Airbnb angeboten werden, nur noch mit einer offiziellen Registrierungsnummer inseriert werden dürfen. Diese Nummer wird von den Behörden überwacht und muss auf den Buchungsplattformen verpflichtend angegeben werden. Wie kroatische Medien berichten, soll die entsprechende Regelung ab 2027 in Kraft treten.

Problematisch sind aus Sicht der kroatischen Politik insbesondere unregulierte Unterkünfte, die häufig formal an "Familienmitglieder" vermietet werden, tatsächlich jedoch oft an Touristen weitergegeben werden. In Kroatien soll es rund 160.000 solcher nicht-kommerziellen Unterkünfte geben, die meisten in der Region um Zadar.

Im Jahr 2025 wurden in Kroatien insgesamt mehr als 21,8 Millionen Ankünfte und 110,1 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Allein an der Adriaküste wurden 104,6 Millionen Übernachtungen erzielt. In den letzten drei Jahren lag die Zahl der nicht-kommerziellen Übernachtungen bei etwa 10,5 Millionen. Mit dem neuen Gesetz, das sich auf Unterkünfte mit Kurzzeitvermietung bezieht, soll sich dies nun ändern.

Neue Regelungen auch für Hotels und Campingplätze 

"Wird eine Unterkunft auf den Plattformen gefunden, die keine Registrierungsnummer besitzt, folgen Geldstrafen“, erklärte Tourismusminister Tonči Glavina. Die Kontrolle soll durch Vor-Ort-Inspektionen erfolgen. Darüber hinaus sind neue Regelungen für Hotels und Campingplätze geplant: Diese müssen ihre Standards künftig alle fünf Jahre überprüfen lassen, während eine solche Überprüfung bisher nicht erforderlich war.

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