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Italien in Flammen: Heuer über 400 Waldbrände registriert

Eine Umweltschutzorganisation führt die schweren Brände unter anderem auf die Klimakrise und steigende Temperaturen zurück.
Feuerwehrmann mit Atemschutz vor großem Brand.

Zusammenfassung

  • In Italien wurden vom 1. Jänner bis 15. Juni 469 größere Waldbrände registriert, ein Anstieg von 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wobei 9.545 Hektar Land zerstört wurden.
  • Besonders betroffen waren Sizilien und Kalabrien, zugleich nahm die Zahl der Feuer auch in bislang weniger betroffenen Regionen Norditaliens zu.
  • Legambiente macht Klimakrise und steigende Temperaturen mitverantwortlich, fordert frühere Schutzmaßnahmen und die Behörden erwarten wegen Hitze und Trockenheit weiter ein hohes Waldbrandrisiko.

In Italien hat die Zahl der Waldbrände in den ersten Monaten des Jahres deutlich zugenommen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Legambiente wurden vom 1. Jänner bis zum 15. Juni 469 größere Brände registriert. Das waren 36,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 344 Bränden. Insgesamt verbrannten den Angaben zufolge 9.545 Hektar Land. Die Organisation stellte die Zahlen in ihrem Bericht „Italia in fumo 2026“ („Italien in Rauch und Flammen 2026“) am Donnerstag vor.

Klimakrise als Ursache

Grundlage sind Daten des „European Forest Fire Information System“ (EFFIS). Ursache der schweren Brände seien unter anderem die Klimakrise und steigende Temperaturen, die die Brandsaison zunehmend verlängerten, berichtete Legambiente. Besonders betroffen war den Angaben zufolge Sizilien mit 175 Bränden und 4.769 zerstörten Hektar, gefolgt von Kalabrien mit 156 Bränden und 1.543 Hektar. Auch in Regionen Norditaliens, die bisher seltener von frühen Waldbränden betroffen waren, nahm die Zahl der Feuer zu. 

Im Piemont verbrannten bis Mitte Juni 355 Hektar, in Ligurien 386 Hektar. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte 2026 das bereits schwere Waldbrandjahr 2025 übertreffen.

2025 landesweit 96.517 Hektar durch Feuer zerstört

Im vergangenen Jahr wurden laut Legambiente landesweit 96.517 Hektar durch Feuer zerstört. Die Umweltorganisation forderte die Regierung in Rom auf, die offizielle Waldbrandsaison bereits auf den 15. Mai vorzuverlegen. Zudem verlangte sie eine konsequentere Umsetzung der bestehenden Vorschriften, bessere Datenerfassung sowie stärkere Investitionen in Prävention und den Schutz besonders gefährdeter Gebiete.

Die italienischen Behörden rechnen angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit in den kommenden Wochen weiter mit einem erhöhten Waldbrandrisiko. Mit dem verstärkten Einsatz von Überwachungstechnik, zusätzlichen Patrouillen und gezielten Ermittlungen soll die Zahl der Brände in den nächsten Wochen möglichst gering gehalten werden.

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