Extreme Hitzewelle legt öffentliches Leben in Italien lahm
Symbolbild: Hitzewelle und Abkühlung
Die anhaltende Hitzewelle in Italien führt zunehmend zu Einschränkungen im öffentlichen Leben. In Palermo sind wegen der extremen Temperaturen die Gerichtstermine bis zum 29. Juni ausgesetzt worden. Die Justizverwaltung reagiert damit auf die Belastung durch die Hitze, die in weiten Teilen des Landes anhält. Besonders betroffen sind weiterhin mehrere Städte mit anhaltenden Hitzewarnungen.
Die hohen Temperaturen wirken sich auch auf den Kulturbetrieb aus. Der dritte und vierte Stock des Hauses der Julia („Casa di Giulietta“) im Stadtzentrum von Verona wurden am Freitag für Besucher geschlossen, um die Auswirkungen der extremen Temperaturen auf Besucher und Personal zu begrenzen. Pro Jahr kommen rund 1,5 Millionen Menschen zur „Casa di Giulietta“ und lichten sich vor dem wohl berühmtesten Balkon der Weltliteratur ab. Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ soll sich in Verona abgespielt haben.
Gesundheitsministerium erlässt Empfehlungen für Krankenhäuser
In den Uffizien in Florenz hat sich die Situation nach Verbesserungen am Klimaanlagensystem entspannt, die Ticketverkaufsstellen wurden wieder geöffnet. Am Donnerstag hatte es wegen der Hitzebelastung Einschränkungen gegeben.
Die Hitzewelle in Italien bringt das Gesundheitssystem zunehmend an die Belastungsgrenze. Während Temperaturen landesweit Spitzenwerte um die 40 Grad erreichten, hat das Gesundheitsministerium in Rom eine Reihe neuer Maßnahmen und Empfehlungen für Krankenhäuser, Hausärzte und Großveranstaltungen erlassen. Ziel ist es, die Belastung durch extreme Temperaturen zu reduzieren und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.
Mit Blick auf Großevents wie Freilichtkonzerte hat das Ministerium zusätzliche Vorsorgemaßnahmen angekündigt. Diese gelten nicht nur für einzelne Konzerte, sondern für alle großen Veranstaltungen in der aktuellen Hitzeperiode.
Das Hitzetelefon 0800/880-800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar
(Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr; Samstag von 8 bis 20 Uhr; Sonntag von 8 bis 18 Uhr)
Tipps gegen die Hitze:
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
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