© APA/AFP/RAUL ARBOLEDA

Chronik Welt
04/07/2020

Im Wald des Botschafters wurde eine Tonne Koks/Monat produziert

Ein Drogenlabor auf seiner Finca in Kolumbien ist dem kolumbianischen Botschafter in Uruguay zum Verhängnis geworden.


Fernando Sanclemente reichte  seinen Rücktritt ein, nachdem der kolumbianische Generalbundesanwalt in einem Fernsehinterview am Wochenende angekündigt hatte, ihn direkt mit dem Fund in Verbindung zu bringen.


Die Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie Sanclemente in dem Department Cundinamarca, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, im Februar ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen. In dem Labor mitten im Wald konnte pro Monat mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden. Dieses soll dann über den Flughafen El Dorado in Bogotá ins Ausland transportiert worden sein.
Sanclemente erklärte sich von Anfang an unschuldig. Er behauptete, nichts von dem Labor gewusst zu haben.

Besitzer einer Hotelkette

Er versicherte, die Farm sei seit 1987 eine Partnerschaft zwischen den Familien Sanclemente und Spiwak, die wiederum Eigentümerin der kolumbianischen Hotelkette Dann ist.

Sein Bruder sei der gesetzliche Vertreter der 50 Prozent, die seiner Familie zustehen; von den 170 Hektar Grund seien seit dem Jahr 2017 40 Prozent für den Anbau von Kartoffeln, Zwiebeln und anderen landwirtschaftlichen Produkten verpachtet.


Kolumbien ist nach Informationen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2018 mit 169.000 bepflanzten Hektar einer der größten Koka-Produzenten der Welt und verfügt über die Möglichkeit, 1.120 Tonnen Kokain im Jahr herzustellen.

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