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USA

Bulldogge stirbt in Luxus-Hundepension: Betreiberin gesteht Fehler

Eine Englische Bulldogge ist in einer Hundepension in Kalifornien in einem Pool ertrunken. Die Besitzer erfuhren erst bei der Abholung vom Tod ihres Hundes.
Hunde spielen in einem Pool

Als die Besitzer der einjährigen Englischen Bulldogge Bruce ihren Hund am 16. Juli in der Hundetagesstätte Camp Canine in Santa Barbara, Kalifornien, abholen wollten, erfuhren sie dort plötzlich, dass ihr Tier gestorben war. Bruce soll im Hundepool der Einrichtung ertrunken sein. Für Empörung sorgt nicht nur der Tod der Englischen Bulldogge, sondern auch der Umgang der Hundetagesstätte, die sich selbst als „Disneyland für Hunde“ bezeichnet, mit dem Vorfall.

Bulldogge im Pool von Hundepension ertrunken

Wie US-Medien berichten, war der Hund von Chris and Ashley Merz seit rund sechs Monaten regelmäßig in der Betreuung der Einrichtung und wurde dort unter anderem trainiert. Laut dem US-Sender KSBY absolvierte die Bulldogge eine Ausbildung zum Assistenzhund. Erst als Chris Merz Bruce gegen 15:30 Uhr im Camp Canine abholen wollte, erfuhr er vom Tod seines Hundes. Nach Angaben der Familie war sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht über den Vorfall informiert worden, obwohl die Bulldogge nach einer Einschätzung der Polizei bereits zwischen 13 und 14 Uhr ertrunken sein soll. 

Verstorbener Hund wurde in Plastikbox gelegt

Wie Alison Genet, die Mutter von Ashley Merz, gegenüber Noozhawk erklärte, wurde Chris Merz der verstorbene Hund anschließend in einer Plastikbox im Kofferraum eines Autos gezeigt und auf diese Weise übergeben. Zudem erfuhr die Familie, dass offenbar keine tierärztliche Notfallversorgung verständigt worden war.

Gegen 16:45 Uhr ging bei der Polizei von Santa Barbara schließlich ein Notruf wegen eines ertrunkenen Hundes ein. Als die Einsatzkräfte an der Hundepension eintrafen, fanden sie Bruce bereits tot vor. Der Familie wurde mitgeteilt, dass die Totenstarre bereits eingetreten war, als die Englische Bulldogge aus dem Pool geborgen wurde. „Während der ersten Ermittlungen traf der zuständige Beamte mit den Besitzern des Diensthundes zusammen, die Auskunft über ihren Diensthund und die Umstände dieses tragischen Vorfalls gaben“, erklärte Polizeisprecher Ryan DeJohn.

Statement von Hundetagesstätte

Die Besitzerin der Hundetagesstätte Camp Canine äußerte sich anschließend selbst in einer Stellungnahme auf Instagram und Facebook zu dem Vorfall und räumte ein, einen Fehler gemacht zu haben: „Es gibt keine Worte, die den Schmerz und die Trauer ausdrücken können, die wir nach dem tragischen Verlust eines geliebten Hundes empfinden, der sich Anfang dieser Woche in unserer Obhut befand. Eine Familie hat uns ein geschätztes Mitglied ihrer Familie anvertraut – und sie muss nun mit einem unvorstellbaren Verlust leben, weil wir unserer Verantwortung, den Hund sicher zu betreuen, nicht gerecht geworden sind. Dafür entschuldigen wir uns zutiefst.“

Zudem wurde eine umfassende Überprüfung der Einrichtung und der Sicherheitsvorkehrungen angekündigt, um „sicherzustellen, dass sich eine solche Tragödie nie wieder ereignet“. 

Polizei ermittelt

Bruce befand sich offenbar im Bereich für größere Hunde, der auch über zwei nicht eingezäunte Pools verfügt. Weshalb er dort untergebracht war und nicht im Auslauf für kleine bis mittelgroße Hunde, ist bislang unklar. „Englische Bulldoggen sind von Natur aus keine guten Schwimmer“, erklärte Genet.

Inzwischen wurden Ermittlungen eingeleitet. Der Vorfall wird von der Kriminalpolizei und dem Tierschutzteam untersucht. Die Hundetagesstätte bleibt vorübergehend geschlossen. Der Fall hat landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und Proteste vor der Einrichtung ausgelöst. Unter dem Hashtag #JusticeForBruce fordern zahlreiche Menschen eine Aufklärung des Todes der Englischen Bulldogge.

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