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Chronik Welt

Gesetz zum Schutz intergeschlechtlicher Kinder gefordert

Mehr als 70 Organisation wenden sich in offenem Brief an Regierung. Petition gestartet.

05/17/2023, 03:41 AM

Mehr als 70 Organisationen pochen in einem offenen Brief an die Bundesregierung auf ein Gesetz zum Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen. Gefordert wird ein Verbot von medizinisch nicht notwendigen Operationen.

Österreich sei hier nach wie vor säumig, wird in dem Brief, der anlässlich des internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Trans- und Inter*-Feindlichkeit am heutigen Mittwoch veröffentlicht wurde, kritisiert.

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"Bis heute erleben intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche medizinische Eingriffe, die weder selbstbestimmt noch notwendig sind. Das führt oft zu großem Leid, Traumatisierungen und körperlichen Beschwerden", ärgerte sich Luan Pertl, Vorstandsmitglied des Vereins Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ), laut einer Aussendung.

Bereits 2021 forderte der Nationalrat die Bundesregierung per EntschlieĂźungsantrag auf, intergeschlechtliche Kinder vor nicht notwendigen medizinischen Eingriffen zu schĂĽtzen.

Laut der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Justizministerin Alma Zadic (GrĂĽne) aus dem April befindet sich ein entsprechender Gesetzesentwurf seit Herbst 2022 in politischer Abstimmung und liegt beim Koalitionspartner Ă–VP.

Brief an Regierung

Unterzeichnet ist der offene Brief an Zadic, Gesundheitsminister Johannes Rauch (GrĂĽne) und Familienministerin Susanne Raab (Ă–VP) unter anderem von drei Selbstvertretungsgruppen: dem Verein Intergeschlechtlicher Menschen Ă–sterreich (VIMĂ–), dem Verein Klinefelter* Inter und MRKH Austria (Mayer Rokitansky KĂĽster Hauser Syndrom Frauen* Selbsthilfegruppe Ă–sterreich).

Auch die Plattform Intersex Ă–sterreich, die HOSI Linz, Salzburg und Wien, der Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern und die Ă–sterreichische HochschĂĽler*innenschaft (Ă–H) sowie die Kinder- und Jugendanwaltschaften haben unterschrieben. AuĂźerdem wurde eine Petition gestartet, die bisher von mehreren Hundert Menschen unterzeichnet wurde.

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