Bei Geburtstagswanderung: Arzt soll versucht haben, seine Frau zu töten
Urteil auf Hawaii: Der Arzt Gerhardt Konig soll versucht haben, seine Frau bei einer Wanderung zu töten. Der Prozess offenbart neue Details. (Symbolbild)
Am 8. April wurde der Anästhesist Gerhardt Konig (47) in Honolulu für schuldig befunden, versucht zu haben, seine Frau im März 2025 auf Hawaii zu töten. Laut Anklage soll er sie in Richtung einer Klippe gestoßen und mit einem Stein auf den Kopf geschlagen haben. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft wegen versuchten Totschlags.
Ehekrise wegen "emotionaler Affäre"
Das Paar, das zwei Söhne hat, war 2023 nach Maui gezogen. Wie CNN berichtet, hatten beide eine Paartherapie gemacht und versucht, das Vertrauen zwischen ihnen wiederherzustellen. Denn in den Monaten vor der Tat sei die Beziehung laut Arielle Konig belastet gewesen, da sie eine "emotionale Affäre" mit einem Arbeitskollegen gehabt habe, von der ihr "extrem eifersüchtiger" Mann erfahren hatte.
Wanderung auf Hawaii eskalierte
Im März 2025 reisten sie nach Oʻahu, um Arielles 36. Geburtstag zu feiern. Am 23. März kamen sie an, verbrachten einen Tag im Spa und gingen abends essen. Am nächsten Morgen erhielt Arielle eine liebevolle Geburtstagskarte mit persönlichen Botschaften, die ihr Hoffnung gab, dass sich ihre Partnerschaft erhole.
Mann wollte seine Frau von Klippe stoßen
Nach dem Frühstück brach das Paar zu einer Wanderung auf dem steilen Pali-Puka-Trail auf. Doch während der Tour eskalierte die Situation und der damals 46-Jährige soll laut Anklage versucht haben, seine Frau in Richtung einer Klippe zu stoßen. Als sie sich zu Boden warf und an Sträuchern festklammerte, soll er versucht haben, ihr mit einer Spritze eine unbekannte Substanz zu injizieren.
"Ich weiß nicht, was sich in der Spritze befand, aber Gerhardt ist Anästhesist und hat im Rahmen seiner Tätigkeit Zugang zu mehreren potenziell tödlichen Medikamenten", schrieb sie später in der Klageschrift.
Mit Stein mehrfach auf Kopf geschlagen
Als sich seine Frau heftig zur Wehr setzte, griff er laut Anklage einen Stein und schlug damit mehrfach auf ihren Kopf ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei Wanderinnen in der Nähe, die Arielles Schreie hörten und den Angriff beobachteten. Die beiden Frauen halfen der damals 36-Jährigen, sich in Sicherheit zu bringen, während ihr Mann zunächst wie erstarrt stehen geblieben sein soll, wie Arielle Konig später vor Gericht aussagte. Als die Frauen den Notruf wählten, soll er die Flucht ergriffen haben.
Aufnahmen einer Bodycam eines Polizisten zeigen Arielle mit blutüberströmtem Gesicht sowie die Helferinnen auf dem Parkplatz des Wanderwegs.
Mann gestand Tat seinem Sohn (19) per Videoanruf
Wie CNN weiter berichtet, erklärten die Staatsanwälte in ihrem Eröffnungsplädoyer, dass Gerhardt Konig die Tat seinem 19-jährigen Sohn per Videoanruf gestanden und sich anschließend vor der Polizei versteckt habe, bevor er noch am selben Abend schließlich festgenommen wurde.
Nach Angaben der Anklageschrift soll Gerhard Konig versucht haben:
seine Frau in Richtung Klippe zu stoßen,
ihr eine unbekannte Substanz zu injizieren,
und sie mit einem Stein schwer zu verletzen.
Eine Jury in Honolulu verurteilte den in Südafrika geborenen Gerhardt Konig wegen versuchten Totschlags. Der 47-Jährige befindet sich derzeit in Haft und wartet auf die Verkündung des Strafmaßes.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Adressen:
- Frauen-Helpline: online unter frauenhelpline.at und telefonisch unter 0800-222-555
- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): online unter aoef.at
- Frauenhaus-Notruf: unter 057722
- Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
- Polizei-Notruf: 133
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Auf der Webseite finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
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