Ärmelkanal: 157 Migranten nach Bootsbrand gerettet
Zusammenfassung
- Nach einem Bootsbrand im Ärmelkanal wurden 157 Migranten von französischen und britischen Schiffen aus dem Wasser gerettet.
- Nach Behördenangaben sprang die Bootsbesatzung ins Wasser, nachdem der Motor Feuer gefangen hatte und die Flammen auf das Boot übergriffen.
- Der Vorfall zählt zu den größten Rettungseinsätzen seit 2018 und verweist auf die anhaltend gefährliche irreguläre Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien.
Nach einem Bootsbrand sind laut Behördenangaben 157 Migranten aus dem Ärmelkanal gerettet worden. Das Feuer sei ausgebrochen, als das Boot mit den Migranten das Gewässer von Frankreich kommend Richtung Großbritannien durchquert habe, erklärte die Präfektur des französischen Départements Pas-de-Calais am Dienstag. Die Insassen seien daraufhin ins Wasser gesprungen. Französische und britische Schiffe hätten die Menschen aufgenommen.
Bootsmotor in Brand geraten
Angaben zu Toten oder Verletzten gebe es „in diesem Stadium“ nicht, teilte die Präfektur mit. Laut der französischen Küstenbehörde Prémar war der Bootsmotor in Brand geraten. Die Flammen griffen dann auf das Boot über. Unter den Wasserfahrzeugen, die die Migranten aus dem Wasser aufnahmen, war nach Angaben der britischen Behörden ein britisches Rettungsboot.
Die Zahl der Geretteten war eine der höchsten seit dem Jahr 2018. Immer wieder treten Migranten von Frankreich aus die gefährliche Überfahrt in Booten in Richtung Großbritannien an. Dabei kamen in der Vergangenheit wiederholt Menschen ums Leben.
An manchen Tagen werden mehrere hundert Migranten registriert, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangen. Im April vereinbarten Frankreich und Großbritannien eine Neuauflage ihres Abkommens zum Vorgehen gegen die irreguläre Migration über den Ärmelkanal.
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