Chronik | Welt
11.10.2018

Florida: Verwüstungen, als wären "Bomben hochgegangen"

Weltweit Extremwetter: Hurrikan verursacht Milliardenschäden in USA, Mittelmeer-Region kommt nicht zur Ruhe, Zyklon in Indien.

Während Hoch Viktor in Österreich für Spätsommer-Wetter sorgt, halten starke Regenfälle im Mittelmeerraum die Menschen in Atem. Bei St. Tropez in Südfrankreich wurden Autos ins Meer gespült, auf Sardinien stürzte eine Brücke zwischen Capoterra und der Inselhauptstadt Cagliari ein. Eine Frau ertrank, während sich ihr Ehemann und die Kinder noch aus dem Auto retten konnten.

Brücke bei Cagliari beschädigt

Auch auf Mallorca hat sich die Lage keineswegs entspannt, da wieder schwere Regenfälle eingesetzt haben. Zwei Österreicherinnen, die während des Unwetters vom Dienstag nicht erreichbar waren, sind wohlbehalten, teilte das Außenministerium am Donnerstag mit. Tennisstar Rafael Nadal rückte mit Schaufeln aus und half bei den Aufräumarbeiten.

Auf der Insel Bali wurden die Teilnehmer der Jahreskonferenz des IWF von einem Erdbeben der Stärke 6,3 überrascht. Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz musste wegen der Unwetter einen kleinen Umweg beim Anflug in Kauf nehmen. Auch im Pazifik-Inselstaat Papua-Neuguinea kam es zu einem Erdbeben der Stärke 7. In Indien richtete Zyklon „TitliamGolf von Bengalen in der Nähe der Stadt Gopalpur große Schäden an. Mehre Menschen kamen ums Leben.

Hart traf es wieder einmal Florida: Hurrikan „Michael“ kam mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h und richtete Milliardenschäden an. „Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen“, sagte der Abgeordnete Neal Dunn aus der Stadt Panama City dem Sender CNN. Die Stadt wurde am schlimmsten erwischt. „Michael“ drückte das Meer über die flache Küste. Stromleitungen waren gerissen oder verheddert. Gouverneur Rick Scott schrieb auf Twitter. „Wir tun alles, was wir können, um zu helfen.