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Kongo: Jeder vierte Ebola-Patient stirbt

Mehr als 250 Tote, über 1.000 Infizierte: Der Ebola-Ausbruch im Kongo verschärft sich.
Vier Helfer tragen einen Sarg

Zusammenfassung

  • Im Kongo sind binnen eines Monats 1.003 bestätigte Ebola-Fälle registriert worden, 254 Menschen starben, 100 gelten als genesen.
  • Die Todesfallquote liegt derzeit bei rund 25 Prozent; zudem wurden im Nachbarland Uganda 19 verbundene Fälle und zwei Todesfälle gemeldet.
  • Die Eindämmung gilt als schwierig, weil bisher nur 58 Prozent der Kontakte nachverfolgt werden und es gegen den Bundibugyo-Erreger weder Impfstoff noch spezielle Therapie gibt.

Mehr als 1.000 Fälle in nur einem Monat: Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo nimmt besorgniserregende Ausmaße an. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa vom Montag sind von den 1.003 bestätigten Ebola-Erkrankten in drei Provinzen des Landes insgesamt 254 gestorben. Wie das Ministerium weiter mitteilte, gelten 100 Menschen als genesen. 365 Patientinnen und Patienten werden in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt.

Die Todesfallquote beträgt derzeit rund 25 Prozent. Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai sind zudem im Nachbarland Uganda 19 Menschen an Ebola erkrankt und zwei von ihnen an der hochgefährlichen Krankheit gestorben. Die Fälle standen im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Kongo.

Nur 58 Prozent der Kontakte werden nachverfolgt

Derzeit werden den Angaben zufolge 58 Prozent der Kontakte von bestätigten Fällen nachverfolgt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hat sich bereits mehrfach besorgt über die hohe Zahl der nicht bekannten und nachverfolgten Kontakte geäußert.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bisher weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.

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