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Seltene Ebola-Variante: Gesundheitsbehörde gibt Zeitplan für Impfstoff bekannt

Nach dem Ebola-Ausbruch in Afrika rechnet die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union mit einem Impfstoff bis Jahresende.
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Nach dem jüngsten Ebola-Ausbruch in Afrika rechnet die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) mit einem verfügbaren passenden Impfstoff bis Jahresende. Es gebe bereits "einige Kandidaten", die in Zukunft gegen die Bundibugyo-Variante des Virus wirksam sein könnten, welche für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, sagte Africa CDC-Präsident Jean Kaseya am Donnerstag. "Mit Sicherheit" würden bis Ende 2026 ein Impfstoff und ein Medikament verfügbar sein.

Ebola-Ausbruch: Keine gezielte Therapie gegen Variante

Africa CDC investiere entsprechend. Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo wurde durch die seltene Bundibugyo-Variante des Virus ausgelöst. Auch Uganda ist betroffen. Gegen die Virusvariante gibt es bisher keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Variante wurde bisher nur bei zwei Ausbrüchen 2007 in Uganda und 2012 im Kongo nachgewiesen und ist daher noch nicht gut erforscht.

Russisches Gesundheitsministerium: Bereits Impfstoff entwickelt

Kaseya sagte, das russische Gesundheitsministerium habe am Mittwoch angegeben, bereits einen Impfstoff entwickelt zu haben. Von Africa CDC hieß es dazu, dieser ziele auf die Zaire-Variante des Virus ab. Gespräche mit der russischen Seite sollten Aufschluss darüber geben, inwieweit dieser Impfstoff auch gegen die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus wirksam sein könne.

Laut Kaseya registrierte Africa CDC seit der offiziellen Erklärung des Ebola-Ausbruchs am 15. Mai 1.077 Verdachtsfälle, darunter 246 Todesfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt von 223 mutmaßlichen Ebola-Todesfällen seit Beginn des jüngsten Ebola-Ausbruchs gesprochen; zehn Todesfälle seien bestätigt. Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs dürfte nach Einschätzung der WHO größer sein.

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