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Kongo: Zahl der Ebola-Toten steigt auf mehr als 100

Innerhalb von 24 Stunden wurden 35 Neuinfektionen sowie zehn Todesfälle registriert.
Eine Person zieht einen gelben Schutzanzug, Handschuhe, Haube und eine medizinische Maske an.

Zusammenfassung

  • Zahl der Ebola-Toten im Kongo steigt auf 101, mit 35 Neuinfektionen und zehn Todesfällen innerhalb von 24 Stunden.
  • Bekämpfung der Epidemie wird durch bewaffnete Gruppen und Misstrauen in der Bevölkerung erschwert.
  • Trotz großer Bodenschätze zählt der Kongo wegen jahrzehntelanger Konflikte und schwacher Strukturen zu den ärmsten Ländern der Welt.

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle auf 101 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 35 Neuinfektionen und zehn Todesfälle registriert worden, teilte die Regierung des Landes am Montag mit. Somit habe sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle auf 550 erhöht.

Wochenlang unentdeckt

Der Ausbruch des sogenannten Bundibugyo-Ebolavirus war am 15. Mai bekanntgegeben worden, nach Regierungsangaben jedoch wochenlang unentdeckt geblieben. Die Bekämpfung der Epidemie in den von Konflikten betroffenen Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu wird durch die Präsenz bewaffneter Gruppen und Misstrauen in der Bevölkerung erschwert. Demnach kommt es immer wieder zu Angriffen auf Bestattungsteams und Behandlungszentren.

Der Kongo mit seinen rund 100 Millionen Einwohnern verfügt über umfangreiche Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt und seltene Erden. Trotz des Rohstoffreichtums zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Internationale Organisationen führen dies auf jahrzehntelange Konflikte und schwache staatliche Strukturen zurück.

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