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© APA/AFP/GUILLAUME SOUVANT / GUILLAUME SOUVANT

Chronik Welt
09/20/2020

Dorfbewohner in Angst: Angeblich Panther in Südspanien gesichtet

650 Menschen sollen laut Behörden zu Hause bleiben.

Im Süden Spaniens sollen derzeit rund 650 Bewohner des Dorfes Venta de Huelma möglichst zu Hause bleiben - allerdings nicht wegen Covid-19. In dem andalusischen Ort sorgen vielmehr angebliche Sichtungen einer großen schwarzen Katze für Angst. Mehrere Menschen wollen das Tier gesehen haben - unabhängig voneinander und an verschiedenen Tagen. Es sei ein schwarzer Panther, sagen sie übereinstimmend.

"Ich habe sehr große Angst. Bei uns zu Hause gehen wir alle kaum noch raus. Gehen nur ans Fenster, um vielleicht das Tier zu sehen", sagte eine Bewohnerin dem spanischen Nachrichtensender "24Horas". Man solle Vorsicht walten lassen und möglichst zu Hause bleiben, teilte die Gemeindeverwaltung am Wochenende mit.

Suche wird fortgesetzt

Der Naturschutzdienst der Polizeieinheit Guardia Civil (Seprona) setze die Suche fort. Fallen seien aufgestellt worden, um das angebliche Tier zu fangen, ohne es zu verletzten. Bei der Suche im hügeligen Umland werden den amtlichen Angaben zufolge mehrere Fahrzeuge und auch ein Hubschrauber eingesetzt. "Das ist ein sehr gefährliches Tier", warnte Bürgermeister Luis Miguel Ortiz.

Am Donnerstag hatte ein Fotograf in der Gegend eine ziemlich große Hauskatze fotografiert. Medien wie die Zeitung "Diario de Cordoba" veröffentlichten die Bilder und fragten: "Ist der Panther am Ende nur eine dicke, wilde Katze?". Ein Nachbarort teilte unterdessen mit, man habe einen großen, schwarzen wilden Hund gesichtet.

Spuren einer Großkatze gefunden

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung von Venta de Huelma wurden die Zeugen nochmal befragt, sie seien alle bei ihren Angaben geblieben. Außerdem habe man nahe einer Finca Spuren einer Großkatze gefunden, die einen Durchmesser von acht Zentimeter hätten. Bei Katzen sind die Spuren in der Regel lediglich drei bis vier Zentimeter groß.

Falls tatsächlich ein schwarzer Panther gefunden wird, müssten Ermittlungen zeigen, wie ein solches Tier, das eigentlich nur in Afrika und Asien zu Hause ist, nach Spanien gekommen ist. Spanien gilt in Europa als Umschlagplatz für den illegalen Handel mit exotischen Tieren und Pflanzen.

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