Bub (5) rettet Bruder vor Ertrinken – und kämpft nun selbst ums Überleben

Ein fünfjähriger Bub wird in den USA zum Lebensretter und bezahlt dafür beinahe mit seinem eigenen Leben.
Ein Junge spielt an einem Fluss und wird von hinten fotografiert.

Ein fünfjähriger Bub aus dem US-Bundesstaat Minnesota kämpft derzeit nach einer Rettungsaktion um sein Leben. Der kleine Ashkan Thibodeaux erlitt schwerste Verletzungen, nachdem er seinen jüngeren Bruder vor dem Ertrinken in einem eisigen Bach gerettet hatte.

Fünfjähriger rettet Bruder aus Bach

Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Familie am 5. April im Gebiet von Itasca County, als die beiden Geschwister an einem Bach spielten. Der jüngere Bruder Wyatt rutschte demnach ins kalte Wasser. Laut einer auf GoFundMe veröffentlichten Spendenkampagne handelte Ashkan geistesgegenwärtig: "Ashkan hat keine Sekunde gezögert. Er sah die Gefahr und sprang hinein, um seinen Bruder zu retten und ihn sicher ans Ufer zu bringen", heißt es in der Beschreibung der Familie.

Bub wurde über sechs Stunden reanimiert

Die Rettung gelang, doch der Einsatz hatte dramatische Folgen für den fünfjährigen Retter selbst. Durch den Aufenthalt im eisigen Wasser kam es zu Unterkühlung, Sauerstoffmangel und Kreislaufstillstand. Rettungskräfte leisteten noch vor Ort Wiederbelebungsmaßnahmen. Laut Familienangaben wurde Ashkan rund sechs Stunden lang reanimiert und anschließend in ein Kinderkrankenhaus in Minneapolis gebracht.

Im Spital musste Ashkan zudem mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Dabei wurden laut Familienangaben Teile seines Verdauungssystems entfernt, darunter der Blinddarm sowie Abschnitte des Dick- und Dünndarms. Die Ärzte betonen jedoch, dass eine vollständige Genesung weiterhin möglich sei und sich bereits erste Erfolge zeigten. Laut regelmäßigen Updates auf der Plattform CaringBridge konnte der Bub wieder seine Beine bewegen, mit Kopfbewegungen antworten und sogar erste Laute von sich geben.

Fünfjährige am Weg der Besserung

Am 17. April wurde der Beatmungsschlauch entfernt, kurz darauf konnte Ashkan wieder in kurzen Sätzen antworten. Auch neurologisch gibt es vorsichtig positive Signale: Zwar wurden kleine Schäden im Gehirn festgestellt, jedoch keine großflächige schwere Schädigung.

Die Familie beschreibt die Situation als extrem belastend: "So ermutigend es ist, den Frust in seinen Augen zu sehen (und dass er nicht richtig sprechen kann), so schmerzhaft ist es auch als Eltern und belastet uns emotional sehr", schreibt die Familie auf CaringBridge. Aktuelle Fotos aus dem Krankenhaus zeigen den Buben inzwischen wieder außerhalb des Bettes, sitzend, mit einem Stofftier in der Hand.

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