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Chronik Welt
07/02/2019

Blackout-Gefahr in Deutschland: Stromknappheit ließ Preise explodieren

Im Nachbarland wurde die Elektrizität im Juni so knapp, dass die Megawattstunde statt zehn Euro bis zu 37.856 Euro kostete.

Die Vorstellung, dass in einer Stadt mit einem Mal alle Lichter ausgehen und sich Dunkelheit breit macht, ist das Leitmotiv verschiedener Katastrophenfilme. Vor einem sogenannten Blackout fürchten sich die Menschen wahrscheinlich schon, seit sie Elektrizität nutzen.

Einen realen Eindruck davon, wie sich Engpässe bei der Stromversorgung auswirken könnten, brachte nun der Monat Juni. In den deutschen Stromnetzen kam es zu heftigen Schwankungen, an vier Tagen wurde sogar deutlich weniger Elektrizität eingespeist, als benötigt worden wäre - das berichten der Spiegel und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Konsequenzen an der Börse

Die "starke Unterspeisung" habe für kurzfristige Schwankungen im Stromnetz gesorgt und dadurch die Versorgungsstabilität gefährdet. "Gerät das System aus der Balance, schwankt auch die sogenannte Stromfrequenz - was ganze Fabriken aus dem Takt bringen kann", schreibt der Spiegel und zitiert einen Sprecher des Netzbetreibers Amprion: "Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden."

Die Konsequenzen des Engpasses zeichneten sich in der Folge auch an der Börse ab. Eine Megawattstunde kostete am vergangenen Samstag bis zu 37.856 Euro, sonst ist sie schon ab zehn Euro zu erwerben.