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Chronik Welt
08/03/2020

Emeritierter Papst Benedikt XVI. erkrankt

Der emeritierte Papst leidet an einer Virusinfektion.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. soll einem Medienbericht zufolge nach seiner Regensburg-Reise ans Sterbebett seines Bruders Georg selbst erkrankt sein. Der 93-Jährige leide seit seiner Rückkehr in den Vatikan an einer Gesichtsrose, einer von Schmerzen begleiteten Virusinfektion, berichtete die Passauer Neue Presse unter Berufung auf den Papst-Biografen Peter Seewald.

Der Münchner Autor habe Benedikt am Samstag seine Anfang Mai erschienene Biografie "Benedikt XVI. - Ein Leben" überreicht. Bei dem Treffen, an dem auch Erzbischof Georg Gänswein, Benedikts Privatsekretär und Präfekt des päpstlichen Hauses, teilnahm, soll sich der emeritierte Papst trotz der Viruserkrankung optimistisch gezeigt haben. Seinen Worten zufolge würde er, wenn die Kräfte wieder zunähmen, noch einmal zur Feder greifen.

Laut Seewald ist Benedikt inzwischen äußerst gebrechlich. Sein Denken und Erinnerungsvermögen seien wach, seine Stimme aber derzeit kaum vernehmbar. Sein bereits verfasstes geistliches Testament solle nach seinem Tod veröffentlicht werden. Als seine letzte Ruhestätte habe er das frühere Grab des heiligen Johannes Paul II. in der Krypta des Petersdoms verfügt, da er sich seinem Vorgänger besonders verbunden fühle. Seewald hatte vor seiner Biografie bereits mehrere lange Interviews mit Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. in Buchform veröffentlicht.

Der frühere Papst hatte seinen älteren Bruder Georg Mitte Juni überraschend in Regensburg besucht, nachdem sich dessen Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Anfang Juli starb Georg Ratzinger im Alter von 96 Jahren.

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