© EPA/STEPHANIE LECOCQ

Chronik Welt
01/14/2021

Gewalt in Brüssel nach Tod eines 23-Jährigen nach Festnahme

Belgischer König geriet mit Limousine in Steinehagel der Demonstranten. Mehr als hundert Menschen festgenommen

Nach Ausschreitungen vor eienr Polizeiwache in Brüssel sind mehr als 100 Menschen vorläufig festgenommen worden. Dies teilte Justizminister Vincent Van Quickenborne in der Nacht zum Donnerstag mit. Auslöser der Gewalt war der Tod eines 23-jährigen Mannes, der am Wochenende nach einer Corona-Kontrolle festgenommen und später gestorben war.

Am Mittwoch hatten etwa 500 Menschen am Abend zuerst friedlich in der Nähe der Wache gegen den Tod von Ibrahima B. protestiert. Am Abend steckten Demonstranten im Stadteilt Schaerbeek nach Angaben der Polizei Mülleimer in Brand, schlugen Scheiben ein und beschädigten sechs Polizeiwagen. Ein Demonstrant und vier Polizisten wurden verletzt.

Belgiens König Philippe konnte sich am Mittwochabend hautnah ein Bild von der Wut der Demonstranten machen. Seine schwarze Limousine mit dem Kennzeichen „1“ blieb kurz in einem Polizeikordon stecken und kam damit in die Flugbahn von Wurfkörpern. Dem König ist nichts passiert. Er war auf dem Weg vom königlichen Palast in der Innenstadt zur königlichen Residenz Schloss Laeken im Norden der Stadt

"Herzversagen"

Der Tod des jungen Mannes geht nach ersten Erkenntnissen auf Herzversagen zurück, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Der Fall werde untersucht, versicherte Innenminsterin Annelies Verlinden am Donnerstag. Sie verurteilte zugleich das gewalttätige Vorgehen der Demonstranten.

Die Staatsanwaltschaft hatte den tragischen Tod des 23-Jährigen so geschildert: Die Polizei habe am Samstagabend in Belgiens Hauptstadt Brüssel eine Gruppe kontrolliert, die sich trotz geltender Corona-Beschränkungen versammelt hatte. Der Mann sei daraufhin geflohen, aber schnell gefasst und zum Verhör zur Polizeistation gebracht worden. Dort habe er das Bewusstsein verloren und sei wenig später im Krankenhaus gestorben.

Die Staatsanwaltschaft ordnete unter anderem eine Obduktion des Toten an. Auch solle Material von Überwachungskameras an der Polizeiwache sowie dem Ort der Festnahme untersucht werden.

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