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Argentinien: Gestrandeter Wal trotz Rettungsaktion gestorben

Ein sieben Meter großer Seiwal ist trotz tagelanger Bemühungen von Rettungsteams auf einer Sandbank im Río de la Plata gestorben.
ARGENTINA-TOURISM

Zusammenfassung

  • Ein auf einer Sandbank im Río de la Plata bei San Fernando gestrandeter Seiwal ist trotz einer mehr als einen Tag dauernden Rettungsaktion gestorben.
  • Die Lage des rund sieben Meter großen Tieres galt von Beginn an als kritisch, da sein Gewicht auf den Bauch drückte und die Helfer nur noch seine Haut feucht halten konnten.
  • Nach Angaben der Naturschutzstiftung Temaikén verlor der Wal bei seiner saisonalen Wanderung vor Argentiniens Atlantikküste vermutlich durch Umweltfaktoren oder ein Gesundheitsproblem die Orientierung.

In Argentinien ist ein Seiwal auf einer Sandbank im Fluss Río de la Plata gestrandet und trotz einer groß angelegten Rettungsaktion gestorben.

„Leider hat das Tier trotz aller Bemühungen nicht überlebt“, teilte die Naturschutzstiftung Temaikén mit. Mit einer aufwendigen Aktion hatten Rettungsteams mehr als einen Tag lang versucht, das sieben Meter große Tier vor der Küste von San Fernando - einem Vorort nördlich der Hauptstadt Buenos Aires - aus seiner Notlage zu befreien.

Die Situation war von Anfang an als „kritisch“ bezeichnet worden. Das gesamte Gewicht des Wals laste auf seinem Bauch, was die Funktion seiner Organe beeinträchtige, hieß es in einer ersten Mitteilung. Um den Stress für das tonnenschwere Tier zu verringern, hielten die Helfer seine Haut feucht.

In dem Flussabschnitt gibt es große Gezeitenschwankungen und zahlreiche Sandbänke. Die Teams hatten eigentlich geplant, den Anstieg des Wasserstands zu nutzen, um das Tier freizubekommen und ins tiefere Wasser zu leiten, damit es von dort ins Meer zurückkehren kann. Das gelang letztlich nicht.

Saisonale Wanderung im Atlantik vor Argentinien

Der Wal (Balaenoptera borealis) war am Freitag (Ortszeit) erstmals gesichtet worden. Im Winter auf der Südhalbkugel wandern Seiwale vor der argentinischen Atlantikküste nordwärts. Es sei deshalb üblich, sie zwischen Argentinien, Uruguay und Brasilien in der Nähe der Mündung des Río de la Plata zu sichten, erklärte Temaikén. Es sei wahrscheinlich, dass das Tier aufgrund einer Kombination von Umweltfaktoren oder eines Gesundheitsproblems die Orientierung verloren habe, flussaufwärts gelangt und schließlich auf der Sandbank gestrandet sei.

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