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Ungeklärtes Abwasser im Meer: Zwei Strände in Istrien gesperrt

Die beliebten Badestrände Bumbište und Centinera an der Riviera von Medulin sind gesperrt. Ungeklärtes Abwasser fließt ins Meer.
Drone view shows people swimming and sunbathing at the beach in Vodice

Zusammenfassung

  • Die Strände Bumbište und Centinera in Medulin wurden gesperrt, nachdem durch einen Rohrbruch bei Bauarbeiten ungeklärtes Abwasser ins Meer gelangt ist.
  • Trotz bislang unauffälliger Wasseranalysen in Centinera bleibt das Badeverbot an beiden Stränden als Vorsichtsmaßnahme zum Schutz vor Gesundheitsrisiken bestehen.
  • Die Reparaturarbeiten laufen, während die Gemeinde Anzeige wegen des Verdachts auf ein Umweltvergehen erstattet hat und weitere Wasseranalysen über eine Wiederöffnung entscheiden sollen.

An der Riviera von Medulin im Süden Istriens können Urlauber derzeit an zwei beliebten Stränden nicht baden. Die Gemeinde hat den Zugang zu den Stränden Bumbište und Centinera gesperrt, nachdem durch einen Rohrbruch Abwasser ins Meer gelangt ist.

Der Schaden entstand bei Bauarbeiten am Abfluss Bumbište. Seither fließt ungeklärtes Abwasser direkt ins Meer. Obwohl Wasseranalysen am Strand Centinera bisher keine Auffälligkeiten zeigten, bleibt das Badeverbot bis zur vollständigen Behebung des Lecks an beiden Stränden aufrecht. 

Rote Flagge als Warnung

Zum Schutz der Badegäste wurde an den betroffenen Stränden eine rote Flagge gehisst. Die Sperre sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, teilte die Gemeinde mit. Man wolle Urlauber und Einheimische vor möglichen Gesundheitsrisiken schützen.

Die Gemeinde Medulin betont, weder für den Bau des neuen Bumbište-Auslasses und der Kläranlage noch für die Wartung des Abwassersystems verantwortlich zu sein. Zuständig sei der Betreiber Vodovod Pula-Labin.

Reparaturarbeiten laufen

Am Sonntag informierte die Gemeinde, dass sich Auftragnehmer und Bauaufsicht bereits auf das weitere Vorgehen geeinigt hätten. Mit den Reparaturarbeiten sei bereits begonnen worden. „Ziel ist es, den Abfluss so schnell wie möglich zu stoppen und die Bedingungen für die Fortsetzung aller notwendigen Aktivitäten zu schaffen, damit die Strände für das Schwimmen wieder geöffnet werden können“, heißt es in einer Mitteilung.

Anzeige wegen Umweltvergehen

Bürgermeister Ivan Kirac hat den Vorfall den zuständigen Behörden gemeldet und wegen des Verdachts eines Umweltvergehens Anzeige erstattet. Die Ermittlungen sollen die Ursachen des Rohrbruchs und mögliche Verantwortlichkeiten klären.

Parallel dazu werden die Probenahmen und Analysen des Meerwassers fortgesetzt. Erst auf Grundlage dieser Ergebnisse will die Gemeinde über die Freigabe der beiden Strände entscheiden. Wann die beliebten Badestrände wieder für Urlauber zugänglich sein werden, steht derzeit noch nicht fest.

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