Missbrauch gefilmt und ins Netz gestellt

© EPA/SASCHA STEINBACH

Chronik Welt
07/01/2020

22-Jähriger soll Kind missbraucht und gefilmt haben

Der Mann war im Zuge der Ermittlungen in Bergisch Gladbach aufgeflogen. Er ist geständig.

Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs hat das Amtsgericht Saarbrücken am Mittwoch Haftbefehl gegen einen 22-Jährigen erlassen. Opfer des Deutschen soll ein heute elf Jahre altes Kind sein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die sechs Fälle ereigneten sich demnach 2018 und 2019 im Saarland. Mindestens zwei Taten habe der Beschuldigte gefilmt und die Aufnahmen an einen Dritten gesendet. Der 22-Jährige sei geständig und seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es weiter.

Verbindung zu größerem Fall

Den Angaben zufolge steht das Verfahren in Saarbrücken in Zusammenhang mit Ermittlungen der „Besonderen Aufbauorganisation Berg“ (BAO Berg) der Kölner Polizei, die den großen Kindesmissbrauchsfall, der in Bergisch Gladbach seinen Anfang genommen hat, aufklären soll. In dem Komplex gibt es zahlreiche Beschuldigte, die - teilweise ihre eigenen - Kinder missbraucht und Bilder der Taten getauscht haben sollen. Den Beamten in Nordrhein-Westfalen seien die Videos bei Ermittlungen gegen deren Empfänger aufgefallen, teilte die Saarbrücker Staatsanwaltschaft mit.

Insgesamt gibt es 30.000 Verdächtige, vermutlich sind darunter auch viele Österreicher und Schweizer.

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