Razzien an mehreren deutschen Orten wegen Kindesmissbrauchs

© EPA/SASCHA STEINBACH

Politik Ausland
06/06/2020

Elf Verdächtige nach Kindesmissbrauch in Deutschland verhaftet

Jahrelang hat eine Gruppe von Menschen nahe Münster kleine Kinder sexuell missbraucht. Haupttäter stellte Videos ins Darknet.

Nach Ermittlungen der Polizei in Münster wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sind elf Tatverdächtige festgenommen worden. Der Fall hat erschreckend große Dimensionen.

Drei Kinder wurden bisher als Opfer identifiziert. Sie seien 5, 10 und 12 Jahre alt, teilten die Ermittler am Samstag mit. Elf Tatverdächtige wurden festgenommen, gegen sieben Beschuldigte wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Es handele sich um sechs Männer und eine Frau. Der Hauptbeschuldigte sei ein 27-Jähriger aus Münster. Außerdem handele es sich um dessen Mutter sowie um Männer aus Staufenberg, Hannover, Schorfheide, Kassel und Köln.

Im Keller des Hauptbeschuldigten fanden die Ermittler einen komplett eingerichteten, klimatisierten Serverraum. Der 27-jährige IT-Techniker, hinterließ dort ein riesiges Speichervolumen von mittlerweile sichergestellten Daten von über 500 Terrabyte.

Die Auswertung einer dabei bereits gelöschten Festplatte ergab Schreckliches: Vier Männer haben wechselweise einen 5- und 10-Jährigen Buben in einer Gartenlaube über Stunden schwer sexuell missbraucht.

Nordrhein-Westfalen war seit Anfang 2019 wegen mehrerer Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern in die Schlagzeilen geraten. Auf einem Campingplatz hatten mehrere Männer Kinder hundertfach über Jahre schwer sexuell missbraucht.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen damals, nachdem Beamte die Wohnung eines 42-Jährigen in Bergisch Gladbach wegen des Verdachts der Kinderpornografie durchsucht hatten. Bei der Auswertung des sichergestellten Materials mit einem Datenvolumen von etwa drei Terabyte fanden sich Hinweise darauf, dass der Mann in seiner Wohnung Kinder missbraucht, die Taten gefilmt und weiterverbreitet habe.

Außerdem führten Spuren zu mehreren weiteren Verdächtigen.

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