Chronik | Welt
04/17/2019

18-Jährige nach Drohungen gegen US-Schulen tot aufgefunden

Schulen in Colorado waren vor Columbine-Jahrestag wegen Alarms geschlossen worden.

Eine bewaffnete 18-Jährige, nach der die Polizei kurz vor dem 20. Jahrestag des Massakers an der amerikanischen Columbine High School gefahndet hat, ist tot. Das teilte die Bundespolizei FBI in Denver im US-Bundesstaat Colorado am Mittwoch auf Twitter mit. Zu Einzelheiten machte die Polizei keine Angaben. Davor hatte das FBI mitgeteilt, es bestehe keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit.

Aus Angst vor einem möglichen Angriff der 18-Jährigen waren die Columbine High School und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver am Mittwoch geschlossen geblieben. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als "bewaffnet und gefährlich" eingestuft worden war.

Der FBI-Chef in Denver, Dean Phillips, hatte gesagt, die Frau habe eine "Besessenheit" mit dem Columbine-Massaker vor 20 Jahren an den Tag gelegt. Sie sei am Montag von Miami (Florida) nach Colorado gereist und habe sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. In den Gebirgsausläufern im Umfeld der Stadt sei sie dann verschwunden.

Beim Angriff auf die Columbine High School am 20. April 1999 hatten zwei Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Anschließend begingen sie Suizid. Zum Jahrestag an diesem Samstag sind zahlreiche Gedenkveranstaltungen geplant, darunter ein Gottesdienst und eine Mahnwache.