Unfall in Pflach: Zwei Motorradfahrer nach Wendemanöver verletzt
Notarzt konnte den 86-Jährigen nicht mehr retten.
Auf der Bundesstraße B179 im Gemeindegebiet von Pflach (Bezirk Reutte) ist es am Donnerstagnachmittag zu einem Verkehrsunfall gekommen. Zwei Mitglieder einer deutschen Motorradgruppe wurden dabei verletzt, als eine 40-jährige Transporterlenkerin laut Polizei plötzlich links blinkte und umkehren wollte. Die Verletzten wurden ins Bezirkskrankenhaus Reutte gebracht.
Plötzliches Wendemanöver löst Unfall aus
Gegen 15.30 Uhr herrschte auf der B179 in Fahrtrichtung Deutschland ein hohes Verkehrsaufkommen. Eine vierköpfige Motorradgruppe – allesamt deutsche Männer im Alter zwischen 51 und 55 Jahren aus den Landkreisen Landsberg am Lech und Aichach-Friedberg – überholte dabei eine Fahrzeugkolonne mit einer Geschwindigkeit von rund 30 bis 40 km/h, wie die Fahrer gegenüber der Polizei angaben.
Als der erste Motorradfahrer der Gruppe (51) sich auf Höhe eines Kleintransporters befand, der von einer 40-jährigen Neuseeländerin aus dem Landkreis Oberallgäu gelenkt wurde, soll die Frau plötzlich den linken Blinker gesetzt und ein Wendemanöver eingeleitet haben. Der 51-Jährige blieb dabei mit seinem rechten Bein am Transporter hängen, konnte einen Sturz jedoch noch abwenden.
Dem unmittelbar dahinter fahrenden zweiten Motorradfahrer (55) gelang das nicht mehr: Er kollidierte seitlich mit dem Transporter, kam zu Sturz und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen – eingeklemmt unter seinem Motorrad. Seine Mitfahrer befreiten ihn aus dieser gefährlichen Lage. Dass der Unfall nicht noch schlimmer ausging, verdankte der 55-Jährige dem Glücksumstand, dass zum Zeitpunkt des Sturzes kein Gegenverkehr herrschte.
Verletzte ins Krankenhaus gebracht, B179 stundenlang einspurig
Beide Motorradlenker zogen sich Verletzungen zu, deren genaues Ausmaß zunächst unbekannt war. Ein Notarzt versorgte die Männer noch an der Unfallstelle, ehe die Rettung sie in das Bezirkskrankenhaus Reutte transportierte.
Der Transporter war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit; er sowie die beiden beschädigten Motorräder wurden von einem Abschleppunternehmen geborgen. Während der Unfallaufnahme war die B179 nur einspurig befahrbar. Um 17.20 Uhr konnte die Strecke wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden. Im Einsatz standen drei Polizeistreifen, zwei Rettungswagen, ein Einsatzfahrzeug sowie das Abschleppunternehmen. Die Polizeiinspektion Reutte hat die weiteren Erhebungen zum Unfallhergang übernommen.
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