Schweinekopf vor Wohnungstür: Polizei klärt Ramadan-Eklat auf
Dieser Schweinekopf wurde entdeckt.
Ein im März bekannt gewordener Fall in Hall in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land), bei dem ein abgetrennter Schweinekopf in der Nacht vor die Wohnungstür einer türkischen Familie gelegt worden war, ist geklärt. Ein 29-jähriger tatverdächtiger Einheimischer wurde ausgeforscht und zeigte sich geständig, berichtete die Polizei am Montag.
Bei dem Vorfall war zudem ein Zettel mit der Botschaft „Happy Ramadan ihr Affen!“ an die Tür geklebt worden, hatte es damals geheißen.
Der 29-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts der Beleidigung und der Herabwürdigung religiöser Lehren angezeigt.
Auf die Spur des Mannes war man laut den Ermittlern unter anderem aufgrund einer Auslobung von 10.000 Euro durch Bürgermeister Christian Margreiter (für Hall) für den Fall eines entscheidenden Hinweises auf den Täter gekommen. Zudem lagen DNA-Spuren vor. Margreiter wollte das Geld aus eigener Tasche bezahlen.
Täter kannte die Familie
Der Verdächtige habe die Tat als „schlechten Scherz bagatellisiert“, hieß es bei der Polizei in Hall. Er habe dies getan, „ohne viel nachzudenken“. Der Mann kannte die türkische Familie jedenfalls.
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