Nach Riss der Oberleitung: Weststrecke teilweise wieder frei
Symbolbild
Zusammenfassung
- Nach einem Oberleitungsschaden zwischen Kufstein und Wörgl ist ein Gleis der Weststrecke seit Dienstagmittag wieder befahrbar.
- Der Nahverkehr wird bis zur vollständigen Freigabe des zweiten Gleises weiterhin durch Schienenersatzverkehr bedient.
- Die Ursache für den Riss der Oberleitung ist noch unklar; Verzögerungen im Bahnverkehr sind weiterhin möglich.
Die Weststrecke in Tirol ist nach einer vorübergehenden Sperre zwischen Kufstein und Wörgl Dienstagmittag wieder teilweise freigegeben worden.
Die Reparaturarbeiten nach einem Oberleitungsschaden Dienstagfrüh seien so weit abgeschlossen, dass ein Gleis wieder für den Fern- und Güterverkehr befahrbar sei, teilte ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair mit.
Der Nahverkehr sei bis zur erwarteten Freigabe um 15.00 Uhr des zweiten Gleises im Schienenersatzverkehr unterwegs.
Geringfügige Verzögerungen und Folgeverspätungen seien auch nach Ende der Sperre nicht ausgeschlossen, man bitte die Fahrgäste um Entschuldigung, hieß es. Nach der in den Morgenstunden erfolgten Sperre der Teilstrecke war der Fernverkehr über Zell am See umgeleitet worden, was eine rund 90 Minuten längere Fahrzeit mit sich brachte.
Oberleitung "regelrecht gerissen"
Techniker arbeiteten seit den Morgenstunden an der Behebung des Schadens. Ursprünglich war von rund zwei Stunden Reparaturzeit die Rede, dieser Zeitrahmen wurde aber gesprengt. "Es ist komplexer, weil der Schaden gerade in einem Weichenbereich aufgetreten ist und derzeit sieht es so aus, dass wir bis in die Mittagsstunden hinein brauchen werden, um den Schaden wieder zu beheben“, erklärte Gasser-Mair in der Früh.
Laut Gasser-Mair war die Oberleitung "regelrecht gerissen" und ist "auf den Boden herab" gehangen. Man könne sich das vorstellen wie "ein Stahlseil oder ein dicker Draht, der gerissen ist."
Wie es zu dem Schaden kam, ist nicht bekannt. "Es kann sein, dass ein Zug mit einem defekten Stromabnehmer den Schaden verursacht hat. Es gibt aber auch andere Theorien. Wir kennen die Ursache derzeit noch nicht."
Kommentare