200 Menschen sitzen nach Murenabgängen im Kaunertal fest
Zusammenfassung
- Nach heftigen Unwettern und mehreren Murenabgängen sitzen im Tiroler Kaunertal rund 200 Menschen fest.
- Drei Muren verschütteten und beschädigten die Kaunertaler Gletscherstraße, zudem fiel die Stromversorgung aus.
- Für Montag sind Evakuierungen mit vier Hubschraubern geplant, vermisste Personen gibt es laut Polizei derzeit nicht.
Im Tiroler Kaunertal ist es nach heftigen Unwettern am Sonntagnachmittag zu mehreren Murenabgängen gekommen, die auch die Kaunertaler Gletscherstraße verschüttet haben.
Rund 200 Menschen, vorwiegend Tagesauslfugsgäste, sind damit im hinteren Kaunertal eingeschlossen. Erst für Montag sind Evakuierungen mit vier Hubschraubern geplant, berichtet der ORF Tirol.
Betroffen waren der Röstizbach und der Watzebach, die nach massivem Hagelschlag stark anschwollen.
Insgesamt verschütteten und beschädigten drei Muren die private Gletscherstraße an mehreren Stellen. Ab der Mautstelle soll die Straße seitdem nicht befahrbar sein. Auch die Stromversorgung ist ausgefallen.
Jene 200 Menschen, die sich zur Unwetterzeit im hinteren Kaunertal aufhielten wurden in den Gastronomiebetrieben der Kaunertaler Gletscherbahnen untergebracht und versorgt.
Einige vulnerable Personen brachte der Polizeihubschrauber „Libelle“ noch am Sonntag aus dem Tal, berichtet der ORF. Die restlichen Personen sollen die die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant verbringen.
Für Montag sind dann großangelegte Evakuierungen mit vier Hubschraubern geplant. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise auf vermisste Personen.
Verletzt wurde niemand. Es gab auch keine Hinweise auf vermisste Personen. Die Landesgeologie war bereits zur Begutachtung an Ort und Stelle. Im Einsatz standen neben der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle unter anderem auch die Feuerwehr, die Bergrettung, Mitarbeiter der Kaunertaler Gletscherbahn sowie die Alpinpolizei.
Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich am Sonntag im Westen Österreichs. In Wien wurde der heißeste Tag der Messgeschichte verzeichnet. Doch auch im Osten Österreichs steigt in den kommenden Tagen die Unwettergefahr.
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