Nur eine Hand war zu sehen: Brite überlebte Lawinenabgang in Tirol

Mehrere Bergretter mit orangefarbenen Warnwesten
29-Jähriger wurde im Skigebiet Rastkogel in Tux von einem Schneebrett verschüttet. Zeugen befreiten ihn nach wenigen Minuten, er blieb unverletzt.

Zusammenfassung

  • Ein 29-jähriger Brite überstand im Skigebiet Rastkogel eine Lawine unverletzt, nachdem er von Zeugen nach wenigen Minuten befreit wurde.
  • Am selben Tag starb eine 58-jährige Skitourengeherin in Tirol nach einem Lawinenabgang am Weerberg.
  • Die Lawinengefahr war am Wochenende in Tirol und Vorarlberg mit Warnstufe vier als "groß" eingestuft.

Ein 29-Jähriger hat am Sonntag im Skigebiet Rastkogel in Tux (Bezirk Schwaz) einen Lawinenabgang unverletzt überstanden. Der Mann war mit zwei Begleitern in den freien Skiraum gefahren, als sich in einer Rinne ein Schneebrett löste.

Eine Hand ragte aus dem Schnee

Er wurde mitgerissen und vollständig verschüttet, nur mehr eine Hand ragte laut Polizei aus dem Schnee. Seine Kameraden glaubten, er sei bereits an anderer Stelle abgefahren. Weitere Zeugen beobachteten die Situation und befreiten den Briten.

Nach fünf Minuten gelang es den Wintersportlern, den verschütteten Skifahrer auszugraben. Der 29-Jährige hatte offenbar eine Atemhöhle gehabt. Es ging ihm so gut, dass er keine medizinische Versorgung brauchte, hieß es.

Frau starb nach Lawinenabgang

Am Sonntag waren im Westen Österreichs zahlreiche Lawinen abgegangen. In Tirol verlor eine Skitourengeherin dabei ihr Leben. Die 58-jährige Österreicherin geriet am Weerberg (Bezirk Schwaz) ein Stück unterhalb des Wetterkreuzes unter ein Schneebrett und wurde zunächst in kritischem Zustand geborgen. Wenig später starb sie jedoch in der Innsbrucker Klinik.

Die Lawinengefahr war am Wochenende insbesondere ab Sonntag kritisch. Es herrschte in Teilen Tirols und Vorarlbergs Lawinenwarnstufe vier auf der fünfteiligen Skala, also "große Gefahr". Diese Einschätzung der Lawinenexperten galt auch noch für Montag.

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