Kater in Tirol getötet: Drohungen gegen Richterin nach Freispruch
Der Prozess fand in Innsbruck statt (Symbolbild)
Auf Kater „Schmotzer“ wurde mit einem Bolzenschussgerät geschossen, dann wurde ihm der Hals durchtrennt. So viel geht aus einem Video vierer Tiroler hervor.
Seit das Quartett jedoch rechtskräftig vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen wurde, gehen die Wogen hoch. So sehr, dass die Präsidenten von Oberlandesgericht und Landesgericht Innsbruck, Klaus-Dieter Gosch und Andreas Stutter, am Dienstag eine Pressekonferenz gaben – unter Polizeischutz.
Die Richterin, die den Fall verhandelte, sehe sich Hassnachrichten ausgesetzt: „Aufknüpfen das Saupack“ oder „Ihr wünsche ich einen qualvollen Tod“ seien nur einige der Postings.
„Müssen für Schutz sorgen“
Sie wurden der Staatsanwaltschaft übergeben, betonte Gosch: „Wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern. Wenn Kritik an dem Urteil zu Empörung und zu Hass wird, müssen wir für Schutz sorgen.“
Im Prozess hatten die Angeklagten (16 bis 25 Jahre) zwar zugegeben, das Tier getötet zu haben. Doch es sei verletzt gewesen, also habe man es „erlöst“.
Freispruch im Zweifel
Verletzungen ließen sich aber weder beweisen noch ausschließen, so gab es einen Freispruch. Nun prüft die zuständige Bezirkshauptmannschaft wegen eines möglichen Verwaltungsvergehens.
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