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Fernpass-Protest bremst Verkehr – Chaos bleibt vorerst aus

Wegen Protesten gegen das Fernpasspaket mussten Autofahrer am Samstag Umwege in Kauf nehmen.
++ THEMENBILD ++ TIROL: HOHES VERKEHRSAUFKOMMEN/STAU/VERKEHR

Die erneute Vollsperre der stark frequentierten Tiroler Fernpassstraße (B 179), einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen, wegen zweier Demonstrationen einer Bürgerinitiative hat am Samstag um 9.45 Uhr begonnen. Sie wird bis 12.00 Uhr andauern. Zeitgleich war im selben Zeitraum - aus Kapazitäts- und Versorgungssicherheitsgründen - auch die enge Hahntennjochstraße (L 246) nicht passierbar. Das befürchtete Verkehrschaos blieb vorerst aus.

Nach erfolgter Sperre setzten sich auf beiden Seiten des Fernpasses - bei Nassereith/Rastland im Bezirk Imst und in Reutte/Burgenwelt Ehrenberg Klause-Parkplatz Außerfern - die Protestmärsche in Bewegung.

Zunächst versammelte man sich an zwei Standorten: Einerseits bei Reutte-Katzenberg im Außerfern und andererseits bei Nassereith-Rastland im Bezirk Imst. Der dazwischen liegende Straßenabschnitt umfasst 34 Kilometer und wurde für den gesamten Verkehr gesperrt. In Nassereith werde der Demo-Zug dann bis zum Parkplatz Fernstein führen, in Reutte abwärts bis zum Parkplatz Postwiese.

Bei den Demonstrationen handelt es sich um ein da capo: Bereits am 27. Juni war es am Fernpass zu zwei Kundgebungen der Initiative gekommen - bis zu 700 Menschen nahmen daran teil. Auch dabei wurde die Fernpassroute zwei Stunden lang gesperrt. Die Bürgerinitiative protestiert vor allem gegen das seitens der schwarz-roten Tiroler Landesregierung forcierte „Fernpasspaket“ und generell gegen den überbordenden (Transit)-Verkehr in der Region.

Maßnahmen der Behörden

Das Land Tirol hatte auch diesmal im Vorfeld eindringlich an Reisende appelliert, die Fernpassroute am Samstag generell zu meiden bzw. diese großräumig zu umfahren. Und zwar wegen des prognostizierten starken Reiseverkehrs mit Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg und „möglichem vor- und nachgelagerten Verkehr“, wie es hieß. 

Seitens der zuständigen Behörden werden zudem erneut Maßnahmen vorbereitet, um die (Versorgungs)-Sicherheit in der Region zu gewährleisten und Anrainer zu schützen. So wurde eben die Hahntennjochstraße im gleichen Zeitraum ebenfalls gesperrt - dies war bereits am 27. Juni aus „Kapazitäts- und Versorgungssicherheitsgründen“ der Fall gewesen. Zudem wurde auf am Samstag geltende Fahrverbote für den Ausweichverkehr im Bezirk Reutte verwiesen - konkret auf der Reuttener Straße (L 69) Fahrtrichtung Pflach, auf der Pinswanger Straße (L 288) Fahrtrichtung Pflach und der Zufahrtsstraße Heiterwang in Fahrtrichtung Norden.

Indes galt erneut: Einsatzfahrzeuge dürfen die Sperre passieren. Zudem können Anrainer, die entlang der Hahntennjochstraße wohnen, diese auch während der festgelegten Sperrzeiten nutzen. Zwischen den beiden Sperren im Bereich Reutte/Katzenberg sowie Nassereith/Rastland könne zudem die Fernpassstraße im Zwischentoren ohne Einschränkungen genutzt werden. Das bedeute, dass es beispielsweise auch zwischen 9.45 Uhr und 12.00 Uhr möglich ist, von Heiterwang nach Biberwier zu fahren. Eine An- oder Abreise zur bzw. aus der Zugspitzregion ist über die Ehrwalder Straße (B 187) Richtung Garmisch-Partenkirchen oder die Berwang-Namloser Straße (L 21) Richtung Lechtal möglich.

Bisher kein Verkehrschaos: „Es schaut gut aus“

Am 27. Juni, ebenfalls ein Samstag, war das befürchtete Verkehrschaos trotz Demos und Sperre jedenfalls ausgeblieben. Und auch diesmal zeichnete sich vorerst dieselbe Entwicklung ab. „Keine besonderen Auffälligkeiten“ meldete die Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei

„Es schaut gut aus“, meinte auch eine ÖAMTC-Sprecherin kurz vor der Sperre. Man sehe kein überbordendes bzw. außergewöhnliches Verkehrsaufkommen - weder auf der Fernpassroute noch anderswo in Tirol. Lediglich auf der Brennerautobahn (A13) gebe es etwas Stau - aber eine solche Lage verzeichne man schließlich auch oft unter der Woche.

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