Innsbruck: 31-Jähriger soll Ehefrau getötet und Suizid verübt haben
Die Polizei war rasch vor Ort.
Ein 31-Jähriger soll in Innsbruck zuerst seine 37-jährige Ehefrau und anschließend sich selbst getötet haben. Die Leichen wurden Sonntagvormittag im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses entdeckt, berichtete die Polizei am Nachmittag.
Der Mann soll ersten Erkenntnissen zufolge seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen und Suizid verübt haben. Erst am Vortag hatte die Frau Anzeige gegen ihren Mann erstattet, da er sie zuletzt öfter geschlagen und bedroht haben soll.
- bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at;
- beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): www.aoef.at;
- im Gewaltschutzzentrum Wien: 01-5853288, https://www.gewaltschutzzentrum.at/wien/;
- beim 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719;
- bei den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800-700-217;
- beim Polizei-Notruf: 133
- sowie mit dem "Stillen Notruf" in der DEC112 App, um nahezu unbemerkt Hilfe zu rufen.
Die Beamten seien am Abend "zu einem Streit" in die Wohnung gerufen worden, da der Türke das Opfer mit dem Umbringen bedroht haben soll, sagte Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts, zur APA. Die Österreicherin berichtete schließlich, dass es seit einem Jahr "immer wieder zu Körperverletzungen und Drohungen" gekommen sei. Der Mann dürfte sehr eifersüchtig gewesen sein und das Handy der Frau ständig kontrolliert haben, berichtete der LKA-Ermittler. Bei der Polizei seien die Vorfälle bis dahin jedoch nie gemeldet worden. Die Polizisten sprachen schließlich am späten Abend ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus und nahmen den Mann mit.
Frau dürfte versucht haben zu flüchten
Er wurde aber wieder entlassen, nachdem seine Daten aufgenommen worden waren. Die Wegweisung und die Verbote dürften jedoch keine Wirkung gezeigt haben. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann noch in der Nacht zur Wohnung zurückgekehrt und die Tür aufgetreten haben soll. Aufgrund der Situation, wie die Leichen aufgefunden worden waren, dürfte die Österreicherin versucht haben zu flüchten.
Die Leichen wurden indes bei einer Kontrolle des Betretungs- und Annäherungsverbots entdeckt, hieß es. Um wie viel Uhr sich die Tat ereignet hatte, war noch nicht klar. Eine Obduktion soll darüber Klarheit geben. Die Ermittlungen waren ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Der Tatort wird auf Spuren untersucht und das nähere Umfeld befragt, erklärte Rapold.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums.
Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
- Rat auf Draht ist die österreichische Notrufnummer für Kinder und Jugendliche. Die Nummer ist unter 147 rund um die Uhr anonym und kostenlos erreichbar.
- Die Ö3-Kummernummer ist unter 116 123 täglich von 16 bis 24 Uhr und ebenfalls anonym erreichbar.
- Die Telefonseelsorge ist unter der kostenlosen Telefonnummer 142 rund um die Uhr als vertraulicher Notrufdienst jeden Tag des Jahres erreichbar.
- Auf der Website www.bittelebe.at finden Angehörige/Freunde von Menschen mit Suizidgedanken Hilfe.
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