Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Arbeitsunfall am Semmering: Zwei Personen in Lift eingeklemmt

Zwei Bauarbeiter wurden am Semmering von einer Förderlift-Klappe eingeklemmt und mussten notärztlich versorgt werden.
Ein gelber Rettungshubschrauber des ÖAMTC fliegt vor blauem Himmel.

Zusammenfassung

  • Zwei Bauarbeiter wurden bei Rückbauarbeiten am Semmering-Basistunnel durch eine Förderlift-Klappe an den Beinen eingeklemmt und verletzt.
  • Die Verletzten wurden vor Ort notärztlich versorgt; eine Person kam per Rettungswagen, die andere per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.
  • Für die Dauer des Rettungseinsatzes wurde die L117 gesperrt, Polizei und Arbeitsinspektorat ermitteln zur Unfallursache.

Bei einem Arbeitsunfall auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels in Steinhaus am Semmering wurden am Mittwochmorgen zwei Arbeiter verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 6.30 Uhr während Rückbauarbeiten, als die Beine der Betroffenen von einer mechanischen Rückhalteklappe eines Förderlifts eingeklemmt wurden. Ein Rettungshubschrauber musste angefordert werden.

Eingeklemmte Beine unter enormer Last

Eine 32-jährige Arbeiterin aus dem Bezirk Liezen und ihr 42-jähriger Kollege aus dem Bezirk St. Johann im Pongau führten Be- und Entladearbeiten an einem mehrere hundert Meter in die Tiefe ragenden Förderlift durch. Als sich die mechanische Rückhalteklappe im Ausstiegsbereich an der Erdoberfläche öffnete, wurden die Beine beider Arbeiter eingeklemmt. Ein 56-jähriger Kollege, der den Förderlift bediente, versuchte sofort zu helfen und die Klappe wieder zu öffnen. Dies gelang jedoch erst nach einigen Sekunden, wodurch die Beine der Verunglückten kurzzeitig unter enormer Last standen.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Die beiden Arbeiter erlitten Verletzungen unbestimmten Grades an den Beinen und wurden vom Roten Kreuz, dem Samariterbund sowie zwei Notärzten erstversorgt. Die 32-Jährige wurde mit dem Rettungswagen ins Landeskrankenhaus Wiener Neustadt gebracht, während der 42-Jährige mit dem Rettungshubschrauber "Christophorus 3" in ein Krankenhaus geflogen werden musste. Für die Dauer des Rettungseinsatzes wurde die L117 (Buchauer Straße) vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Das Arbeitsinspektorat sowie die Polizei Mürzzuschlag haben Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

Kommentare