Semesterferien: Regionen gut gebucht, doch es gibt noch Platz

Mehrere Menschen gehen bei Sonnenschein auf einem verschneiten Weg neben Holzhäusern, umgeben von Bergen und Tannen.
Die Buchungslage in den Wintersportgebieten ist insgesamt hoch, aber es gibt regional Unterschiede und punktuell noch Verfügbarkeiten.

Zusammenfassung

  • Die Buchungslage für die Semesterferien ist in den steirischen Wintersportregionen sehr gut, besonders während der Wien-Woche.
  • Kurzfristige Buchungen und flexible Aufenthaltsdauer nehmen zu, beeinflusst durch Wetterprognosen und Preis-Leistungs-Bewusstsein.
  • Die Wintersaison 2025 verzeichnete in der Steiermark ein Plus von 4,8 Prozent bei den Ankünften im Vergleich zum Vorjahr.

Auf die Frage, was den Gästen am wichtigsten im Winterurlaub sei, hat Pamela Binder eine klare Antwort: "Schnee", schmunzelt die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Ausseerland-Salzkammergut.

Ihre Region ist gut versorgt damit, entsprechend zufrieden ist die Touristikerin auch mit der Buchungslage in den Semesterferien, Wien und Niederösterreich starten bereits in die Schulpause. "Die Wien-Woche ist wie immer sehr gut gebucht, gefolgt von der Oberösterreich-Woche."

Der Februar ist mit seinen auf drei Wochen aufgeteilten Semesterferien in Österreich sowie den Winter- oder Frühlingsferien in Deutschland der stärkste Monat des heimischen Wintertourismus:

  • Von den mehr als 1,8 Millionen Gästen, die es in der Saison 2024/25 in die Steiermark zog, kamen 20,6 Prozent im Februar.
  • 55,7 Prozent der Touristen kamen im Februar aus dem Inland, wobei Niederösterreicher, Steirer und Wiener die größten Gruppen waren.

Die Lage für 2026: Regional höchst unterschiedlich

Für den Februar 2026 zeigt sich laut Steiermark Tourismus aber ein "stark regional differenziertes Buchungsverhalten": Manche Gebiete hätten ein treues Stammkundenklientel, andere seien geprägt durch spontane Urlaubsentscheidungen, immer auch abhängig vom Wetter. "Gleichzeitig gibt es gemeinsame Trends: eine insgesamt gute Buchungslage mit zusätzlicher, kurzfristiger Nachfrage." 

Für die Semesterferien melden die Touristiker grundsätzlich eine sehr gute Nachfrage. Wien und Niederösterreich haben von 2. bis 8. Februar schulfrei, gefolgt von Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland vom 9. bis 15. Februar. Den Abschluss bilden Oberösterreich und die Steiermark von 16. bis 22. Februar.

Wetterprognose entscheidet mit 

Mathias Schattleitner, Geschäftsführer von Schladming-Dachstein, berichtet, dass aber "punktuell noch Verfügbarkeiten bestehen". Grundsätzlich verstärke sich der Trend zu mehr Flexibilität und kürzeren Aufenthalten. "Einige Gäste entscheiden sich erst wenige Tage vor der Anreise, abhängig auch von den aktuellen Wetterprognosen."

Eine Einschätzung, die auch Lukas Bencsics von der Region Murau bestätigt: "Kurzfristige Buchungen im Zeitraum von einer bis drei Wochen sind weiter im Trend, je nach Wetter- und Schneevorhersage."

Außerdem achten die Urlauber zunehmend auf das Preis-Leistungs-Verhältnis: "Die Nachfrage nach Appartements und Unterkünften mit Frühstück und Skipauschalen ist groß."

Plus im November und Dezember

80 Skigebiete mit rund 1.000 Pistenkilometern gibt es übrigens allein in der Steiermark, dazu neun Thermen. Die verfügbaren Gästebetten liegen bei rund 128.000. Die bisherige Wintersaison - also November und Dezember 2025 - bietet eine erfreulich Bilanz: Laut Hochrechnung der Landestatistik gab es 584.500 Ankünfte - gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 ein Plus von 4,8 Prozent. 

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