Start der Semesterferien: Reisewelle in Skigebiete erwartet
In den Semesterferien geht es für viele Menschen auf die Piste (Symbolbild)
Zusammenfassung
- Semesterferien in Wien und Niederösterreich starten am 2. Februar 2026, andere Bundesländer folgen gestaffelt.
- Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus auf wichtigen Routen in Richtung Skigebiete ist zu rechnen, besonders ab Freitagnachmittag.
- Ausrüstung im Auto muss korrekt gesichert sein, sonst drohen hohe Strafen und Probleme mit der Versicherung.
Am Freitag bekommen die Schülerinnen und Schüler in Wien und Niederösterreich ihre Schulnachrichten. Das ist der inoffizielle Startschuss für den Beginn der Semesterferien, offiziell gehen die Ferien erst am Montag, 2. Februar, los.
Die Anreise startet
Aber genau dieser inoffzielle Ferienbeginn ist für jene, die verreisen wollen, auch meist schon das Zeichen für den Aufbruch in Richtung Urlaubsort. Bevor das Vergnügen auf der Piste beginnen kann, muss erst einmal die Anreise geschafft sein - die kann durchaus zäh ausfallen.
Denn die heimischen Skigebiete werden zur Freude der Tourismuswirtschaft nicht nur von Urlaubern aus Wien und Niederösterreich besucht, sondern auch viele Skigäste aus dem Ausland machen sich auf den Weg.
Winterferien in deutschen Bundesländern
In einigen deutschen Bundesländern schließen die Schulen nämlich zeitgleich mit Wien und Niederösterreich, dort wird die Pause allerdings Winterferien genannt. Das betrifft Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Auch in einigen Regionen Tschechiens - etwa in Aussig oder Brüx - geht es mit Winterferien los.
Die Semesterferien finden wie gewohnt gestaffelt statt.
- Wien & Niederösterreich: 2. bis 8. Februar 2026
- Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol & Vorarlberg: 9. bis 15. Februar 2026
- Oberösterreich & Steiermark: 16. bis 22. Februar 2026
Wer auf der Anreise allzu viel Stauzeit vermeiden will, sollte klug planen und zur rechten Zeit losfahren. Der Ferienstart in so vielen Regionen wird sich "zeitweise bemerkbar machen", warnt der ÖAMTC.
Das sind die Staufallen
Erfahrungsgemäß dürfte sich die Pkw-Dichte ab dem späteren Freitagnachmittag erhöhen, das betrifft in Wien vor alllem die Stadtausfahrten. Am Samstag ergeben sich dann eine Reihe von Stau-Hotspots, wie der Mobilitätsklub auflistet.
- Salzburg: Tauernautobahn (A10) vor den Tunnelbereichen, Katschbergstraße (B99) zwischen Radstadt und Mauterndorf.
- Vorarlberg: Rheintalautobahn (A14) bei der Abfahrt Montafon, Montafoner Straße (L188) sowie Arlbergschnellstraße (S16) in den Tunnelabschnitten.
- Steiermark: Ennstalstraße (B320) zwischen Liezen und Schladming, Semmeringsschnellstraße (S6) zwischen Neunkirchen (NÖ) und Mürzzuschlag.
- Oberösterreich: Pyhrnautobahn (A9) zwischen Kirchdorf an der Krems und Spital am Pyhrn.
- Tirol: Inntalautobahn (A12) im Raum Innsbruck und Kufstein, Fernpasstraße (B179) zwischen Füssen und Nassereith, Eibergsstraße (B173) zwischen Söll und Kufstein sowie im Großraum Kitzbühel. Auf der Reschenstraße (B180) gibt es eine Baustelle zwischen Pfunds-Kajetansbrücke und Nauders, die zu Wartezeiten führen kann.
Am Wochenende (30. Jänner und 1. Februar) findet in der "Arena" im Tiroler Seefeld zudem ein Weltcup statt (Nordic Combined Triple), auch das wird Gäste anziehen. Daher ist mit Verzögerungen ab der Seefelderstraße (B177) zu rechnen.
Ausrüstung im Pkw sichern
Johannes Kopinits, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, erinnert vor der Reisewelle in die Skigebiete daran, dass jegliche Ausrüstung in den Autos korrekt gesichert sein muss. Denn schon ein einziger, loser Skischuh oder ein Ski könne bei einem Unfall "mit dem Vielfachen ihres Gewichts durch das Fahrzeug schleudern und Insassen verletzen".
Unpassend gesicherte Ladung kann abseits von schweren Verletzungen auch weitere Rechtsfolgen haben: Der Strafrahmen beträgt bis zu 10.000 Euro, betont Kopinits. Außerdem drohe eine Vormerkung im Führerscheinregister und im Fall eines Unfalls auch Probleme mit der Kaskoversicherung.
Die ÖBB rechnen ebenfalls mit stärkerer Nachfrage und empfehlen, Sitzplätze zu reservieren. Zudem gibt es in den Semesterferien zusätzliche Zugverbindungen.
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