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Mürztal: Jugendgruppe verabredete sich zu Gewaltattacken

Neun Burschen zwischen 16 und 18 Jahren sollen mehrere Personen teils schwer verletzt haben. Sie wurden von der Polizei geschnappt.
Ein Polizist in Uniform geht an einem silbernen Polizeiauto mit blauen und roten Streifen vorbei.

Die Polizei hat im obersteirischen Mürztal eine jugendliche Tätergruppe ausgeforscht, die im Dezember 2025 mehrere Personen vor Lokalen gezielt provoziert, angegriffen und verletzt hat. Die neun Verdächtigen zwischen 16 und 18 Jahren müssen sich wegen neun teils schweren Körperverletzungen sowie Nötigung und Sachbeschädigungen verantworten.

Die neun waren relativ rasch ausgeforscht, so die Landespolizeidirektion am Montag. Die Burschen gestanden ihre Taten weitgehend.

Ermittler der Polizeiinspektion St. Marein im Mürztal waren sofort nach Bekanntwerden der Vorfälle tätig geworden und konnten im Dezember vergangenen Jahres in der Nacht des letzten bekannt gewordenen Angriffs erste Festnahmen vornehmen. 

Verabredet, um Personen zu attackieren

Die neun hatten sich teils über Messenger-Dienste und soziale Medien verabredet, um gezielt Personen anzugreifen. Die ersten Angriffe erfolgten in der Nacht auf den 13. Dezember des Vorjahres vor einem Tanzlokal in St. Marein im Mürztal. Dabei wurden mehrere Personen ohne ersichtlichen Grund attackiert und teils schwer verletzt.

Opfer mussten ins Krankenhaus

Die Täter schlugen ihre Opfer mit Fäusten und traten auf am Boden liegende Personen ein. An den darauffolgenden Wochenenden kam es zu ähnlichen Attacken. In der Nacht auf den 21. Dezember 2025 wurde ein Opfer vor einem Café in St. Marein schwer verletzt und musste im Spital behandelt werden.

Angriffe ohne konkretes Motiv

Nach den ersten Festnahmen wurden Videoaufnahmen aus Lokalen und von Mobiltelefonen ausgewertet sowie zahlreiche Zeugen befragt. Dies führte zur vorläufigen Festnahme aller Täter. Die Burschen gaben ihre Angriffe weitgehend zu, ein konkretes Motiv hatten sie nicht. Die Opfer wurden vielmehr zufällig ausgewählt und ohne ersichtlichen Grund attackiert. Nach aktuellem Ermittlungsstand sind sie seither nicht mehr wegen gleichartiger Straftaten in Erscheinung getreten.

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