Koralmbahn und Klimatickets: Politiker kämpfen gegen ÖBB-Regel
Politiker fordern Änderung bei Tarifsystem (Symbolbild)
Politiker aus Kärnten und der Steiermark machen sich gegen das sogenannte Stückelungsverbot der ÖBB stark. Es besagt, grob vereinfacht, dass zwei regionale Klimatickets nicht einfach aneinandergereiht werden dürfen.
2 Klimatickets sind nicht genug
Das fiel bisher nicht wirklich auf, mit der Eröffnung der Koralmbahn Mitte Dezember 2025 aber dann doch ins Gewicht: Passagiere aus den beiden Bundesländern, die der neue Koralmtunnel nun direkt verbindet, brauchen eine zusätzliche Fahrkarte - auch wenn sie jeweils ein Klimaticket für die Steiermark und eines für Kärnten besitzen.
Die ÖVP-Landesparteiobleute der beiden Bundesländer, Manuela Khom (Steiermark) und Martin Gruber (Kärnten), starteten am Donnerstag eine offizielle Petition, um Unterschriften gegen das Stückelungsverbot zu sammeln.
"Neue Hürden für Pendler"
"Während der Süden Österreichs mit der Koralmbahn infrastrukturell wie wirtschaftlich enger zusammenwächst, stehen viele Pendlerinnen und Pendler, die von der Verbindung eigentlich profitieren sollten, vor neuen Hürden", begründeten sie.
Beinahe 1.000 Euro kosten die Klimatickets für die beiden Bundesländer, rechnet Khom vor. "Und dann kann ich die Strecke, die die Bundesländer direkt verbindet, noch immer nicht nutzen, ohne zusätzlich draufzuzahlen. Das sorgt bei vielen Menschen zu Recht für Unverständnis", sagt Khom. "Wer zwei gültige Tickets hat, darf nicht an einer künstlichen Grenze scheitern."
Ihr Kärntner Kollege Gruber fordert die ÖBB auf, "bestehende Hürden im Tarifsystem rasch zu beseitigen".
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