Kickls Kletterroute sabotiert: Neue Erkenntnisse der Justiz
Die Route, auf der Kickl unter den Erstbegehern war, wurde sabotiert
Als im März 2025 Fotos und Videos auftauchten, die entfernte Sicherheitshaken an einer Kletterroute am Hochschwab in der Steiermark zeigten, mussten erst einmal Alpinpolizisten aufsteigen und nachsehen. Das sollte ausschließen, dass es sich bei den Videos um Fälschungen handelte.
Staatsschutz ermittelte
Doch der Sabotageakt war echt. An Kletterrouten zu hantieren ist per se gefährlich, da sie in Karten verzeichnet sind und sich Kletterer darauf verlassen. In dem Fall hatte es aber auch eine gewisse politische Relevanz: Unter den Erstbegehern der Route "Geheimer Schwob" war einst FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Aus diesem Grund wurde auch der Staatsschutz beigezogen.
Die Staatsanwaltschaft Leoben begann Ermittlungen, vorerst gegen unbekannte Täter. Mittlerweile scheint es aber konkrete Verdächtige zu geben.
Zwei Personen bekannt
Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage von FPÖ-Parlamentariern an Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) hervor, über die die Kleine Zeitung zuerst berichtete und die auch dem KURIER vorliegt. In dem mit 19. Jänner datierten Dokument lässt Sporrer wissen, dass "gegen zwei namentlich bekannte Personen" ermittelt werde, aber weiterhin auch gegen "unbekannte Täter".
Das Ermittlungsverfahren der Leobner Behörde sei aber noch nicht abgeschlossen, betont Sporrer. Weitere Fragen wie etwa jene, ob die Verdächtigen dem "linksextremistischen Milieu zuzurechnen" seien, könne mit "Blick auf die Grenzen der parlamentarischen Interpellation" nicht beantwortet werden.
Nur soviel: Es habe insgesamt drei Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft gegeben, am 21. und 24. März sowie am 1. April 2025.
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