Steirerin (57) stirbt nach Eingriff in Spital: Justiz ermittelt
Nach dem Tod einer Patientin im LKH Leoben wird ermittelt (Symbolbild)
In der Obersteiermark wird gegen eine frühere Ärztin der Krankenanstaltengesellschaft (KAGES) wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung ermittelt.
Bei der Behandlung einer 57-Jährigen im LKH Leoben sollen im März 2025 schwere Komplikationen bei der Patientin nach der Operation nicht erkannt worden sein.
Ein entsprechender Bericht der Kronen Zeitung wurde von der Staatsanwaltschaft Leoben auf APA-Anfrage bestätigt.
Kreislaufversagen und innere Blutungen
Grundsätzlich habe es sich um eine Routineoperation gehandelt, es sollte ein Stent eingesetzt werden. Der Eingriff selbst sei laut der Zeitung ohne Komplikationen verlaufen, im Überwachungszimmer des Spitals sei es der Frau aber plötzlich rapide schlechter gegangen. Dabei soll es sich um innere Blutungen und anschließendes Kreislaufversagen gehandelt haben, was von der diensthabenden Ärztin erst ein bis zwei Stunden später erkannt worden sein soll.
Der Vorfall war seitens des Spitals gleich nach dem Tod der Patientin angezeigt worden. Eine Obduktion wurde angeordnet, und ein Gefäßchirurg als Gutachter beigezogen.
Gutachten zeigt "Fehlverhalten"
"Das gefäßchirurgische Gutachten zeigt ein Fehlverhalten auf. Seitens der Staatsanwaltschaft wird das weitere Vorgehen nun geprüft", hatte es seitens der Staatsanwaltschaft Leoben in der Zeitung zuvor geheißen. Laut KAGES wurde gleich nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Die betreffende Ärztin soll nun nicht mehr in einem Dienstverhältnis zur KAGES stehen, eine Anfrage wurde noch nicht beantwortet.
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