Dürfen sie bleiben? Wende im Fall der drei Nonnen von Goldenstein

Der Vatikan bestellte Erzabt Jakob Auer als Assistenten für den Ordensoberen der drei Schwestern. Er soll helfen, eine Vereinbarung zu finden.
Drei Nonnen in Tracht stehen vor einem roten Altarraum.

Zusammenfassung

  • Der Vatikan hat einen Kompromiss beschlossen: Erzabt Jakob Auer unterstützt als Assistent die Verhandlungen über den Verbleib der drei Nonnen im Kloster Goldenstein.
  • Die drei letzten Augustiner Chorfrauen Österreichs hatten ihr Kloster besetzt, nachdem sie nicht ins Seniorenheim wollten, und sorgten damit für internationale Aufmerksamkeit.
  • Die Nonnen sagten ihre geplante Rom-Reise ab, nachdem Rom mit der Einsetzung eines Assistenten für den Ordensoberen auf ihre Bitte reagiert hatte.

Die Schwestern Bernadette, Regina und Rita dürften in ihrem Wunsch, den Lebensabend im Kloster Goldenstein zu verbringen, einen großen Schritt weitergekommen sein.

Ziel ist der Verbleib im Kloster

Laut Kathpress entschied sich der Vatikan für einen Kompromiss: Die dafür zuständige Behörde, das Dikasterium, stellt Propst Markus Grasl einen Assistenten zur Seite. Der Salzburger Erzabt Jakob Auer soll helfen, eine Vereinbarung mit den Nonnen zu schließen. Ziel sei der Verbleib der drei mehr als 80-jährigen Nonnen im Kloster.

Die Geschichte der Schwestern – sie sind die letzten drei Augustiner Chorfrauen Österreichs – machte im Herbst 2025 weltweit Schlagzeilen: Bernadette, Regina und Rita verließen das Seniorenheim, in das sie nie wollten, und besetzten ihr leer stehendes Kloster, in dem sie Jahrzehnte gelebt und unterrichtet hatten, dem Kloster ist eine Schule angeschlossen.

Aus dem Blickfeld zurückgezogen

Danach folgten Debatten auf mehreren Ebenen, immer begleitet von Medien und Öffentlichkeit. Auch ein Streit um den Auftritt der Nonnen in den sozialen Medien eskalierte, im Advent zogen sie sich mehr aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit zurück und baten Rom um eine Entscheidung.

Rom-Reise abgesagt

Die ist nun mit der Einsetzung Auers als Assistent für den Ordensoberen Grasl gefallen, der Augustiner Chorherr bleibt aber Apostolischer Kommissar für die Nonnen. Die Schwestern selbst konnten keine eigene Oberin mehr wählen, drei Nonnen reichen dafür nicht. Auch dieses Konstrukt war ein Teil des Problems.


Diese Woche wollten die Nonnen eigentlich nach Rom aufbrechen und an einer Generalaudienz des Papstes teilnehmen. Diese Reise haben sie aber abgesagt.

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