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Autor und Künstler Max Blaeulich mit 74 Jahren gestorben

Der Salzburger betrieb das Antiquariat Weinek und den Kleinverlag Tartin. Karl-Markus Gauß würdigt seinen Freund als „singuläre Persönlichkeit“.
Blick über Salzburg mit Fluss, Altstadt und Bergen im Abendlicht.

Der Salzburger Autor, Verleger, Antiquar und Künstler Max Blaeulich ist tot. Er starb am Dienstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Salzburg. Das gab sein Freund Karl-Markus Gauß der APA bekannt.

Blaeulich betrieb das Antiquariat Weinek und den Kleinverlag Tartin. Als Herausgeber veröffentlichte er zahlreiche Werke vergessener oder im deutschen Sprachraum unbekannt gebliebener Autoren.

Von Literatur bis bildender Kunst

Blaeulich studierte an der Universität Salzburg Germanistik und Kunstgeschichte und war Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Literatur und Kritik“.

Zu seinen Büchern zählen die im Residenz Verlag erschienenen Romane „Kilimandscharo zweimeteracht“ aus dem Jahr 2005, „Gatterbauerzwei oder Europa überleben“ (2006) und „Stackler oder die Maschinerie der Nacht“ (2008). Daneben veröffentlichte er Erzählungen, Dramolette und Lyrikbände.

Auch als bildender Künstler war Max Blaeulich tätig. Seine Werke und Objekte wurden unter anderem im Rupertinum, in der Stadtgalerie und zuletzt 2024 im Zwerglgartenpavillon ausgestellt.

„Witz und Verzweiflung“ nahe beisammen

Sein Freund Karl-Markus Gauß würdigte Blaeulich als „singuläre Persönlichkeit der zeitgenössischen Kunst in Österreich“. Als Sprachkünstler, Maler, Performance-Künstler und Verleger habe er unterschiedliche Bereiche verbunden.

„In allem, was er schuf, lagen Witz und Verzweiflung nahe beisammen“, schrieb Gauß.

Als Beispiel erinnerte er an die Aktion „Die Trauerkabine“. Dabei trug Blaeulich eine Kabine durch die Stadt Salzburg und forderte Passanten auf, sich für einige Minuten darin zurückzuziehen. Die Aktion sei „witzig und ernst zugleich“ gewesen, schrieb Gauß.

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