Perfide Masche mit Rechnungen: Betrüger wollten Firmen ausnehmen
Symbolbild.
Zusammenfassung
- In Salzburg wurden ein vollendeter Rechnungsbetrug über 58.200 Euro und ein versuchter Betrug über 228.420 Euro angezeigt.
- Die Immobilienfirma überwies im April auf ein manipuliertes Konto, das Geld wurde aber sichergestellt und dem Unternehmen rücküberwiesen.
- Die Polizei forschte eine 21-jährige Kontoinhaberin und einen 76-jährigen Kontoinhaber aus, während zu möglichen unbekannten Tätern oder „Money Mules“ weiter ermittelt wird.
Ein Rechnungsbetrug und ein Versuch sind in Salzburg aufgeflogen. Im Mai erstattete eine Immobilienfirma Anzeige, nachdem ihre Überweisung von 58.200 Euro auf ein manipuliertes Konto gegangen war. Im Juli zeigte eine Wohnbaugesellschaft einen versuchten Betrug an. Dabei ging es um eine Überweisung von 228.420 Euro, die aber nicht getätigt wurde. Beide Kontoinhaber wurden ausgeforscht und angezeigt, teilte die Polizei mit.
Die Absender der E-Mails, auf denen die Betrügereien gründeten und an die Firmen ergangen sind, sind noch unbekannt. Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen ist derzeit laut Auskunft der Polizei Salzburg, ob die Kontoinhaber die Mails selber verfassten, sie gemeinsame Sache mit Unbekannten machten oder aber „Money Mules“ sind. Letztere sind Personen, die ihre Konten für einen gewissen Betrag zur Verfügung stellen, damit darüber Fremdgeld laufen kann. Diese „Geldesel“ würden von Kriminellen häufig über soziale Medien oder täuschend echte Jobangebote angeworben.
Immobilienfirma erhielt Geld zurück
Die Salzburger Immobilienfirma überwies im April einen Rechnungsbetrag von 58.200 Euro auf ein Konto, dessen ursprüngliche IBAN durch eine andere ersetzt worden war. Die 21-jährige Kontoinhaberin wurde nach der Anzeige ermittelt, das Geld sichergestellt und an das geschädigte Unternehmen rücküberwiesen.
Im Juli wollte eine Wohnbaugesellschaft eine offene Rechnung begleichen. Ihr wurde mitgeteilt, dass künftig eine neue Bankverbindung zu verwenden sei und die 228.420 Euro darauf eingehen sollten. Die Buchhaltung schöpfte Verdacht und zahlte nicht. In Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei konnte ein 76-Jähriger als Inhaber des Empfängerkontos ausgeforscht werden.
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