Chronik
08.09.2017

Polizeipräsenz: Autofahrer bremsen sich ein

Aktion. Beamte sichern für die Kinder den Schulweg ab, auch Schülerlotsen sind für Erhöhung der Sicherheit im Einsatz.

Seit Montag stehen Polizisten im Rahmen der KURIER-Aktion "Vorrang für Kinder" vor Wiener Schulen. Das Ziel ist vor allem, durch die erhöhte Präsenz auf die Kinder aufmerksam zu machen. So auch am Donnerstag in Währing. Bei der Kreuzung Gentzgasse Ecke Köhlergasse postierten sich gegen 7.15 Uhr die Beamten und führten Lasermessungen durch. Nach wenigen Minuten gab es schon eine Anhaltung. Ein Autofahrer überschritt die erlaubten 50 km/h, wurde rechts herangewunken und hatte gleich eine Ausrede parat. "Er hat angegeben, dass er zehn Minuten hinter der Straßenbahn hinterherfahren musste", erklärt ein Beamter. Die Bilanz nach einer Stunde konnte sich sehen lassen: Kein weiterer Temposünder wurde registriert.100 SchülerlotsenEin weiterer Polizist sicherte in der Zeit die Straße ab, damit die Kinder diese überqueren können. Kein leichtes Unterfangen. Immer wieder reagierten die Autofahrer zu spät und fuhren in die Kreuzung ein. Ein Lenker bemerkte den Beamten so spät, dass er eine Vollbremsung hinlegen musste. "Die Autofahrer achten einfach nicht auf das Handzeichen", sagt der Polizist. Auch Soma (9) und Zoe (6) müssen täglich diese Kreuzung überqueren. Für die 6-Jährige ist es das erste Schuljahr. Den Weg kennt sie aber mittlerweile recht gut, wie sie erzählt.

Neben 200 Beamten, die täglich die Wege absichern, sind auch 100 Schülerlotsen im Einsatz. "Die ganz wichtig sind, weil sie uns dabei unterstützen", erklärt Alexander Schönauer, Abteilungsinspektor der Landespolizeidirektion Wien.