Chronik
13.04.2018

Polizeigewerkschaft kritisiert Innenminister Kickl

Gewerkschaftschef Zimmermann fordert Gespräche statt „Pferdethemen für den Boulevard“ ein.

Nach 100 Tagen des Stillhaltens meldet sich erstmals die Polizeigewerkschaft zu Wort – und übt Kritik am Innenminister und dessen Generalsekretär Peter Goldgruber: „Man gewinnt den Eindruck, dass um den Herrn Generalsekretär teilweise Personen werken, die sich ihrer Funktion nicht oder noch nicht bewusst sind“, sagt der Chef der Polizeigewerkschaft, Reinhard Zimmermann (FCG), gegenüber dem KURIER. Er ortet eine zunehmende „Verunsicherung“ in den eigenen Reihen. So würden Erlässe medial verbreitet, bevor die Gewerkschaft eingebunden werde.

„Wir sollten nicht den Boulevard mit Pferdethemen beschäftigen, die bei uns in der Organisation nie wirklich ein Thema waren“, sagt Zimmermann mit einem Seitenhieb auf die berittene Polizei. Auch die Erlaubnis von mehr Tätowierungen ist dem FCG-Mann ein Dorn im Auge.

Alles passiere ohne Einbindung der gesetzlichen Interessensvertretung (in der ÖVP, SPÖ und FPÖ mit Organisationen vertreten sind) und ohne konkrete Details, poltert der Gewerkschaftsboss. Zimmermann fordert die Einbindung der Gewerkschaft: „Personalvertretung und Polizeigewerkschaft sind jederzeit für eine gemeinsame und konstruktive Zusammenarbeit für das Wohl der Kolleginnen und Kollegen bereit.“